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Das Making-of meines neusten Projekts DIE REPORTERIN. 
Hier berichte ich regelmässig, wie sich die Schreibarbeit entwickelt.

20. September 2019: DIE REPORTERIN wird gesetzt

Nein, natürlich kann sich Selma immer noch gut selbst setzen. Aber wenn es um die Kunst des Buchdrucks geht, dann kann sich DIE REPORTERIN nicht selbst setzen, sondern wird gesetzt.

Das Lektorat ist abgeschlossen. Das war für mich noch einmal eine äusserst wichtige Arbeit. Die Inputs und Korrekturen des Lektors habe ich aufgenommen, meinen Text überprüft und allenfalls angepasst.

In drei Dingen habe ich noch einmal in mein Manuskript eingegriffen.

Erstens habe ich eine Szene etwas ausgebaut, um den Buchtitel zu stützen. Also nicht den Serientitel DIE REPORTERIN, sondern den Buchtitel. Diesen verrate ich aber noch nicht. Er ist auch noch nicht definitiv.

Zweitens habe ich Selmas Mutter Charlotte, die eine doch recht grosse Rolle spielt, etwas jünger gemacht. Warum? Ich hatte plötzlich so ein Gefühl, dass sie zu alt erscheint (zu meinen Figuren liefere ich übrigens keine genauen Altersangaben. Da sollen die Leserinnen und Leser ihre Phantasie spielen lassen und sie nach Lust und Laune einstufen. Und bei einer Serie ist sowieso Vorsicht geboten. Wenn eine Serie Jahre oder Jahrzehnte läuft, müssten die Protagonisten ja irgendwann sterben).

Drittens: Selmas Freundin Lea hat einen Partner. Dem habe ich nun noch einen Namen verpasst. Denn er wird im zweiten Buch eine grössere Rolle spielen.

Jetzt wird DIE REPORTERIN also gesetzt. Ja, das war früher ein interessantes, aber auch schwieriges Handwerk. Der Setzer hat jeden einzelnen Buchstaben aus dem Kasten genommen und in die Schablone gedrückt. Und immer darauf geachtet, dass das Schriftbild gut lesbar und schön aussieht. Zu meiner Schulzeit habe ich einmal die Setzerei der Basler Zeitung besucht. Und kam kaum nach mit Gucken, so schnell war der Setzer. Als ich dann Journalist gelernt habe, stand der Setzer bereits nicht mehr am Kasten – er sass vor dem Bildschirm. Und heute macht der Computer fast alles von alleine. Aber eben nur fast! Und da kommen wir dann bereits zum nächsten Schritt: DIE REPORTERIN wird nämlich schön gemacht. Aber dazu später mehr.

Fallen schon bald die ersten Kastanien von den Bäumen? Tja, da kann man doch Figürchen draus machen und sie in den Setzkasten stellen.

Viel Phantasie wünsche ich Euch!

(Foto: Willi Heidelbach, pixabay)

15. September 2019: ÖV-Geflüster

Nach sehr langer Zeit durfte ich mal wieder einige meiner Texte auf einer kleinen Lesetour präsentieren. Vergangene Woche wurde ich mit einem Oldtimer-Tram kreuz und quer durch Basel kutschiert und präsentierte dabei einige meiner Glossen, die ich für die Basler Zeitung und für das Mitarbeitermagazin facts der BVB schreibe. Dreimal haben wir diese Tour gemacht – und dreimal hatten wir ein fast volles Drämmli!

Ich muss zugeben: Es war anstrengend. Aber es hat Spass gemacht. Für mich als Autor ist es immer eine Herausforderung, vor Publikum zu sprechen. Vor allem auch zu merken, welche Texte oder welche Textpassagen besonders gut ankommen. Schreiben ist ja eine äusserst einsame Sache – deshalb bin ich vor Lesungen immer sehr nervös.

Ein ganz grosses Dankeschön an mein Publikum. War wirklich toll! Und auch ein grosses Dankeschön an alle BVBler, die das „ÖV-Geflüster“ als Programmpunkt der Basler Mobilitätswoche organisiert und durchgeführt haben!

DIE REPORTERIN war auch dabei. Na ja, zumindest habe ich die Gäste schon mal auf Selma und ihr erstes grosses Abenteuer vorbereitet.

Es geht vorwärts mit dem Buch. Davon erzähle ich Euch dann nächste Woche wieder mehr.

Geniesst den Spätsommer oder den Frühherbst.

(Foto: Anna Gräni)

9. September 2019: Die Marotten des Autors

DIE REPORTERIN hat eine wichtige Hürde genommen: Der Lektor des Verlags hat das Manuskript gelesen, begutachtet und mit Inputs und Korrekturen zurückgeschickt.

Wie wichtig das Lektorat ist, habe ich ja bereits in diesem Blog erwähnt. Dass sich der Lektor beim Lesen „sehr gut unterhalten“ gefühlt hat, freut mich natürlich sehr. 

Anders als meine Erstleserinnen und Erstleser muss er natürlich ganz genau hinsehen und auch Details kommentieren.

Zum Beispiel: Wie soll Selma fotografieren, wenn ihre Kamera im Rucksack ist? Tja, da habe ich wohl vergessen zu erwähnen, dass Selma noch eine zweite Kamera hat.

Jeder Autor und jede Autorin hat auch Marotten. Bei mir sind es eine Fülle von Füllwörtern, Ausrufezeichen und Pünktchen. Ja, ich bin ein richtiger Düpflischisser – ich setze gerne hinter einen Satz die drei Pünktchen … Zum Glück hat mich der Lektor darauf hingewiesen. Ebenso meine häufige Verwendung von Ausrufezeichen! Vor allem in den Dialogen! Nein! Meine Protagonisten schreien sich nicht die ganze Zeit an!

Und obwohl ich JA beim Schreiben immer wieder darauf achte: Ich kann es JA fast nicht verhindern, dass ich immer mal wieder JA schreibe. Ein wirklich blödes Füllwort, dass sich JA irgendwie ganz von alleine in meine Texte drängt. Ach JA… WEG DAMIT!!!

Ohne Füllwörter, Ausrufezeichen und sinnlosen Pünktchen: Ich wünsche Euch eine gute Woche.

31. August 2019: Keine Pause für Selma

Das Manuskript für DIE REPORTERIN Teil 1 ist im Lektorat beim Verlag. Titel und Buchcover sind in Arbeit. Der Buchtrailer ist abgedreht, geschnitten und vertont. Und Teil 2 ist bereits angedacht, recherchiert und auch die ersten Zeilen sind schon geschrieben.

Die ersten Zeilen? Nun ja, ich habe weder mir noch Selma eine Pause gegönnt. Ihr seht es auf dem Foto: Es war durstiges Wetter, ich liess mich von Fotos und Büchern inspirieren, ein Duftgefäss, eine Elchlampe und ein Vikingerpaar sorgten für gute Stimmung und im Hintergrund ist auch noch das Cover einer ABBA-Sammlung zu erkennen. So passierte es, dass ich nicht nur ein paar Zeilen des zweiten Teils schrieb, sondern die Geschichte vorangetrieben habe und mittlerweile bereits einen Drittel im Kasten habe.

Es macht mir echt Freude, DIE REPORTERIN weiterzuentwickeln. Und Euch darüber nullkommanichts zu verraten 😉 Ausser Ihr fängt nun an, meinen Arbeitsplatz zu analysieren…

Voilà. Jetzt muss ich mich um meine Lesungen als „Fahrtenschreiber“ für das ÖV-Geflüster vorbereiten. Denn da bekommt ja Selma ihren allerersten kleinen Exklusiv-Auftritt.

Das ÖV-Geflüster findet am 10., 11., und 12. September 2019 jeweils  um 18 Uhr statt. Abfahrt im Oldtimer-Tram ist an der Schifflände in Basel. Organisiert wird alles durch die Basler Verkehrs-Betriebe BVB. Anmeldungen gerne an events@bvb.ch

Mehr dazu demnächst unter News! Und auch auf den sozialen Netzwerken.

Bleibt stets in Fahrt und lasst Eurer Phantasie freien Lauf!

24. August 2019: Winter

Vergangene Woche hatte es in Basel am frühen Morgen bereits das erste Mal Nebel. Vorboten des Herbstes…

DIE REPORTERIN sitzt bereits im tiefsten Winter. Sie befindet sich dort, wo ich dieses Foto gemacht habe. Und ich muss Euch leider sagen: Es geht ihr gerade nicht so gut.

Viel kann ich nicht verraten, weil ich selbst noch nicht genau weiss, was mit Selma passiert. Fakt ist: Der zweite Teil von DIE REPORTERIN spielt im Spätherbst/Winter. Und da kommt es wie im ersten Teil natürlich zu dramatischen Situationen. Aber auch zu wunderschönen und romantischen Momenten…

Ich schreibe immer mal wieder am zweiten Teil von DIE REPORTERIN. Allerdings war ich letzte Woche neben dem Busfahren auch noch mit anderem beschäftigt: Ich schrieb zwei Glossen – Ihr findet sie hier – und habe mir zusammen mit dem Verlag Gedanken um das Buchcover des ersten Teils gemacht. Und beim Buchtrailer geht es nun ums Finish.

Läuft gerade ziemlich viel. Macht mir aber Spass.

Nun muss ich mich um Selma kümmern. Sie steckt wirklich in einer sehr unangnehmen Lage. Und sie friert. Irgendwie muss ich sie da jetzt rausholen!

Ich wünsche Euch schöne Spätsommertage!

17. August 2019: Im Schnitt

Der Aufwand hat sich gelohnt! Das kann ich Euch schon einmal verraten. Ich habe den Buchtrailer zu DIE REPORTERIN im Rohschnitt gesehen – und bin begeistert (wenn Ihr ganz gut das Foto studiert, seht Ihr auf dem Bildschirm meinen Auftritt im Clip…)!

Ich war also im Studio und habe einzelne Szenen nachvertont. Das heisst: Ich habe die Zitate aus dem Buch zu den einzelnen Sequenzen gelesen und auch die direkte Rede nachgesprochen. Denn bei den Dreharbeiten haben wir auf die komplizierten Tonaufnahmen mehr oder weniger verzichtet.

Nun wird der Film technisch noch nachbearbeitet. Ich bin ganz fasziniert davon, was heute alles möglich ist. Wenn ich mich zurückerinnere, wie ich vor 35 Jahren meine Super-8-Filme mit Schere und Kleber zusammengebaut habe…

Bei aller technischer Raffinesse: Die Basis für einen Spot oder einen Film ist aber immer noch die gleiche: Es braucht eine gute Story, tolle Aufnahmen und eine einfallsreiche Regie und einen kreativen Schnitt. Und natürlich auch noch die passende Musik dazu.

Voilà. Ich bleibe trotzdem bei meiner Kernkompetenz: Dem Geschichtenerfinden!

Eine phantasiereiche Woche wünsche ich Euch!

 

9. August 2019: Es geht weiter!

Mit grosser Freude darf ich Euch sagen: Der erste Satz der Fortsetzungsgeschichte von DIE REPORTERIN ist geschrieben!

DIE REPORTERIN soll ja eine Serie werden. Der erste Teil ist im Lektorat. Und ich habe bereits mit dem zweiten Teil angefangen.

Ich habe ja erzählt, dass ich mich ins Thema einlese, recherchiere, «Tatorte» besichtige. Und nun habe ich den ersten Satz geschrieben. Das ist für mich eine Erleichterung. Denn der Anfang einer Geschichte empfinde ich immer als schwierig. Ich habe viele Ideen im Kopf, viele «erste Sätze» und bin dann doch unschlüssig.

Der erste Satz lautet: Nein, ich verrate ihn natürlich nicht. Allerdings möchte ich betonen, dass ich nicht so ein Tamtam um den «ersten Satz» mache. Den Kult um den «ersten Satz» pflegen vor allem die Literaturkritiker. Mir geht es, ganz ähnlich wie in Reportagen, um den Einstieg, um die ersten Sätze. Als Leser erwarte ich, dass mich der Autor gleich in die Geschichte reinsetzt. Und ich möchte natürlich auch herausfinden, ob mich der Schreibstil der Autorin oder des Autors gefällt. Ich persönlich mag eher kurze, einfache Sätze, viele Dialoge, einfache Szenenbeschreibungen, klare Handlungsabläufe, raffinierte Cliffhanger.

Ich glaube auch, dass die Zeit der «ersten Sätze» oder überhaupt eines einzelnen Satzes in einem Buch, der dann über Generationen bekannt bleibt, vorbei ist. Denn wir werden heute tagtäglich mit so vielen «ersten Sätzen» konfrontiert, dass wir die allermeisten gleich wieder vergessen. All die Schlagzeilen in den Medien, alle Werbeslogans, alle Titel im Internet sind ja im Prinzip auch «erste Sätze», die uns reinziehen sollen.

Mir geht es vor allem um die Geschichte. Die Geschichte soll mich unterhalten. Und so möchte ich eben Euch mit meinen Geschichten unterhalten.

Aber ich verspreche Euch, ich werde Euch den ersten Satz oder die ersten Sätze des ersten Teils von DIE REPORTERIN so bald wie möglich verraten.

Deshalb: Bleiben Sie dran! (ein Satz übrigens, der sich durch die Werbeunterbrechung im Fernsehen in unseren Sprachgebrauch eingeschlichen hat… was nun wenig mit Weltliteratur zu tun hat 😉

3. August 2019: Grosses Kino

Basel, Mittlere Rheinbrücke: Wing Lung Choong montiert seine imposante Steadicam, geht rückwärts vor mir her und ich spreche in die Filmkamera: „Basel, die Heimat von Selma Legrand-Hedlund.“

Mir ist bewusst, dass diese Worte und dieser Auftritt nicht in die Filmgeschichte eingehen werden. Für mich war es trotzdem grosses Kino. Wenn man mit einer Kamera inklusive Schwebestativ – eben dieser Steadicam – mitten in Basel gefilmt wird, tja, Ihr versteht mich… also, ich sag mal, ES IST SCHON KEIN SCHLECHTES GEFÜHL!

Selma war übrigens auch auf dem Set. Sie darf zwar nicht wirklich im Buchtrailer auftreten, deshalb sieht man nur ganz kurz ihre Hände und ihre Beine. Uuh, das wird spannend…

Der Buchtrailer ist nun abgedreht. Vielen Dank an alle Beteiligten und Helfer. Das war toll! Nun wird der Film geschnitten, nachbearbeitet und vertont. Auch auf diese Arbeit freue ich mich sehr.

Bei der ganzen Filmerei fühlte ich mich in meine Jugendzeit zurückversetzt. Ich war nämlich Jungfilmer, habe zwei Spielfilme gedreht. Ich war Drehbuchautor, Kameramann, Tonmeister, Regisseur, Cutter. Und mein Bruder, meine Klassenkameraden und deren Eltern agierten als Schauspieler. Ach ja, das ist lange her. Damals wurde noch mit Super-8 gedreht. Wem das ein Begriff ist, weiss nun, wie lange das etwa her ist. Wer noch nie etwas von Super-8 gehört hat, hm, wie soll ich das erklären? Also: Es gab mal eine Zeit, da hat man Fotos auf Papier in ein Album geklebt und dann zusammen auf dem Sofa angeschaut. Oder der Papa verdunkelte die Stube und projizierte Lichtbilder (Dias) oder eben Super-8 Filme an die Wand. Meistens ist man dabei dann eingeschlafen…

Werde gerade ein bisschen nostalgisch. Wie Selma. Die wird nämlich auch mit Fotos und Bildern in die Vergangenheit zurückgeworfen. Und das ist richtig dramatisch…

ABER ICH DARF NICHT ZU VIEL VERRATEN!

Wünsche Euch eine spannende Woche!

 

(Foto: Judith Atz)

27. Juli 2019: Schreibstau

Es ist passiert: Ich steckte im Stau fest.

Nein, nicht mit dem Auto. Auch nicht mit dem Bus. ICH WAR IM SCHREIBSTAU. Dieser Begriff wird ja immer wieder erwähnt. Und ich werde auch oft danach gefragt, ob ich den Schreibstau kenne. Ja, ich kenne ihn. Aber ich gerate nur ganz selten in einen Schreibstau.

Vergangene Woche passierte es: Ich wollte eigentlich bereits mit dem zweiten Band von DIE REPORTERIN beginnen, tat mich aber schwer damit. Grund: Die Zeit. Ich habe ja wirklich noch viel Zeit. Der erste Band ist ja noch nicht mal erschienen. Trotzdem nahm ich mir vor, die ersten Zeilen zu schreiben. ABER ES GING NICHT. Ich hatte keinen Druck.

Dafür musste ich meine Glosse für die Basler Zeitung abliefern. Was tun? Ich stecke doch im Stau?

Nein. Schliesslich musste ich den Abgabetermin einhalten. Eh voilà: Nach drei Runden auf dem Bus hatte ich eine Idee, am nächsten Tag meinen Text. Ihr findet ihn übrigens hier: Füüdleblutt.

Gerne erzähle ich Euch ein andermal mehr über den Schreibstau. Anders als im Strassenverkehr kann man ihn nämlich bezwingen. Ich sage nur: DISZIPLIN!

Falls bei Euch demnächst die Rückfahrt aus den Ferien ansteht – oder falls Ihr etwas schreiben müsst: Ich wünsche Euch staufreie Tage! Bis nächste Woche.

21. Juli 2019: Filmdreh auf der Alp

Ich war mal wieder auf „meiner“ Alp hoch über dem Lauenensee im Saanenland. Dort – auf dem fiktiven „Kohler-Bärg“ – spielt ja ein grosser Teil von DIE REPORTERIN. Dieses Mal hat mich aber nicht Selma begleitet, sondern Wing Lung Choong von den Avarelstudios. Er ist der Kameramann, der den Buchtrailer realisiert (Selma darf in diesem Clip ja nicht mitspielen – siehe Blog vom 29. Juni 2019).

Das Foto zeigt ihn, wie er äusserst konzentriert eine Drohne steuert, mit der er den Sonnenaufgang filmt.

Ich sage Euch: Das sind ganz wundervolle Aufnahmen geworden! Ich bin beeindruckt, welch tolle Bilder man mit einem solchen Fluggerät machen kann.

Wir haben natürlich auch Kühe, Schweine, Käse, Blumen und Berge gefilmt. Und – auf dem Abstieg – tolle Bäume. In meinem Buch geht es nämlich auch um Bäume und ihre starke Symbolik. Ein Thema, das mich beim Schreiben immer mehr fasziniert hat.

Zuletzt haben wir noch eine Aufnahme in Gstaad gedreht: Wing Lung filmte mich, wie ich durch den mondänen Ort spaziere und etwas über DIE REPORTERIN erzähle.

Die Leute haben mich angestarrt. ICH KAM MIR VOR WIE EIN STAR!

Der nächste Dreh findet dann in Basel statt. Ich freue mich schon darauf.

Ich wünsche Euch filmreife Auftritte! Bis nächste Woche.

12. Juli 2019: Selmas weisse Jeans...

DIE REPORTERIN ist nun also beim Verlag. Und dort wird das Manuskript nun ganz genau unter die Lupe genommen. Ein Buch ist nämlich mit der Abgabe des Textes noch lange nicht fertig.

Erste Station ist das Lektorat. Die Lektorin oder der Lektor liest nun das Buch durch. Einmal, zweimal, dreimal… Das ist eine äusserst wichtige Aufgabe. Ob es sich bei einem Manuskript um einen Roman, um ein Sachbuch oder auch um eine wissenschaftliche Arbeit handelt: Das Lektorat überprüft, ob der Text gut, stimmig und schlüssig ist. Geht die Geschichte auf? Werden die Handlungsstränge zu Ende geführt und aufgelöst? Haben die Figuren klare Profile? Es gibt ganz viele Fragen, auf die ein Lektor oder eine Lektorin zu achten hat.

Ein einfaches Beispiel: Wenn Selma weisse Jeans trägt, kann ich sie damit nicht auf die Alp in den Stall schicken. Kein Mensch käme auf die Idee, mit weissen Jeans einen Stall zu betreten. Ich müsste Selma also erstmal umziehen. Oder erwähnen, dass Selmas weisse Jeans bald nicht mehr weiss sind…

Solche Details vergisst man schnell als Autor. Auch das Wetter. In einer Szene regnet es. Kurz darauf sitzen die Protagonisten aber am Rheinufer und essen Glacé… und tragen erst noch weisse Jeans 😉

Achtet Euch mal bei den Filmen: Da herrscht manchmal auch ein unbeabsichtigtes Wetterchaos!

Gerne erzähle ich Euch ein anderes Mal mehr über das Lektorat. Ich habe nämlich Hochachtung vor dieser Arbeit.

Nun wünsche ich Euch sonnige Tage. Und passt auf, wo Ihr Euch in weissen Jeans hinsetzt (gibt dazu übrigens eine Szene im Buch ;-)!

(Foto: Bruno Glätsch, Pixabay)

6. Juli 2019: Es ist vollbracht!

Das Manuskript für DIE REPORTERIN ist beendet. Ich habe es diese Woche an den Verlag geschickt.

Das Bild links ist ein Screenshot meines Laptops. Ich musste oben die letzten Sätze meines Manuskripts abschneiden. Sonst könntet Ihr ja bereits das Ende der Story lesen. Den Cliffhanger! Denn Selmas Geschichte ist ja nicht fertig. Sie wird im nächsten Buch weitergehen. FORTSETZUNG FOLGT! Und der Cliffhanger sorgt schon mal für Spannung!

Darunter seht Ihr ein Kästchen mit ein bisschen Statistik. DIE REPORTERIN besteht also aus 59 359 Wörtern. Und aus 373 897 Zeichen, inklusive Leerschläge. Tja, so ein bisschen Arbeit war es also schon 😉

Was nun mit einem Manuskript passiert, erzähle ich Euch nächste Woche!

Wünsche Euch wortreiche Tage!

29. Juni 2019: Selma als Phantasie

Warum darf Selma in meinem Buchtrailer nicht auftreten? Diese Frage habe ich ja in meinem letzten Blogeintrag offengelassen.

Ein Buchtrailer ist eben kein Film- oder TV-Trailer. Wäre DIE REPORTERIN ein Film, würde Selma natürlich bereits im Werbe-Clip auftreten. Wir wüssten also bereits nach 90 Sekunden, wie die Hauptfigur aussieht.

Wenn wir ein Buch lesen, wissen wir das nicht. Natürlich, ich beschreibe Selma. Aber das Bild, das in den Köpfen der Leserinnen und Leser entsteht, ist absolut persönlich. Ein Buch regt die Phantasie an, die Figuren bekommen ihre Gesichter erst durch die Leserinnen und Leser.

Deshalb wäre es schade, wenn ich meiner Selma bereits im Buchtrailer ein Gesicht geben würde. IHR SIEHT SELMA VOR EUREM INNEREN AUGE. Und ich bin mir sicher, Eure Selma sieht anders aus als meine.

Ich wünsche Euch eine phantasievolle Woche!

 

 

 

(Foto: ThePixelman, Pixabay)

22. Juni 2019: Drehbuch für den Buchtrailer

Klappe, die erste. Nein, nein, soweit ist es noch nicht. Und es geht auch gar nicht darum, dass DIE REPORTERIN verfilmt würde. Vielleicht wird sie es ja mal, wer weiss, aber das wäre dann ein ganz anderer Film…

Heute geht es um den Buchtrailer. Das ist ein kurzer Filmclip, der auf das Buch DIE REPORTERIN aufmerksam machen soll. Ein Werbespot sozusagen. Da ich, wie alles an diesem Projekt, professionell angehe, habe ich dazu ein kurzes Drehbuch geschrieben. Nun bin ich daran, die Produktion dieses Buchtrailers zu planen.

Es ist auch höchste Zeit. Da nämlich ein grosser Teil meiner Geschichte auf einer Alp im Saanenland spielt, müssen die Dreharbeiten in den nächsten drei Monaten stattfinden. Der Sommer auf der Alp ist bekanntlich kurz.

Natürlich gibt es auch noch eine Szene in Basel. Falls ich also demnächst mal mit einer Filmcrew unterwegs bin – nein, ich habe keine Ambitionen als Schauspieler. Auch Selma nicht. Sie wird gar nicht auftauchen.

Warum nicht? Sie ist doch die Hauptfigur… 

Das erkläre ich Euch gerne nächste Woche!

 

16. Juni 2019: Trägt Selma Schmuck?

Ich arbeite an der 6. Fassung meines neuen Romans. Feinschliff und Fakten-Check. Und plötzlich stellte sich mir eine Frage: Trägt Selma eigentlich Schmuck?

Ich beantworte diese Frage gleich, möchte Euch aber noch das Feedback meines Käser-Freundes weitergeben, der meine Alpkäserei geprüft hat. Hätte er zwei, drei Sachen nicht korrigiert, wäre das nie was geworden mit meinem Käse. Ausser, dass mein Text Käse gewesen wäre… Aber jetzt sollte alles stimmen! Vielen Dank, lieber Käser!

Voilà. Beim Fakten-Check und beim Feinschliff für die End-Version meines Manuskriptes habe ich mich gefragt, ob DIE REPORTERIN Selma Schmuck trägt. Ich fand diese Frage sehr wichtig. Schliesslich habe ich Selma erschaffen, ihr eine Familie gegeben, Freunde organisiert, ein Haus gebaut, Kleider und Schuhe gekauft und ihr einen Lifestyle verpasst. Nur den Schmuck habe ich vergessen.

Ich bin also mit Selma zum Juwelier gegangen. Sie hat sich schöne Ringe ausgesucht. Aber nicht ganz so teure, wie auf dem Foto… Zum Glück!

Gönnt Euch auch mal wieder was! Bis nächste Woche!

(Bild: Luis MGB, Pixabay)

7. Juni 2019: Die Kunst des Käsens

Bald geht sie los: Die Alpsaison! Ich freue mich schon auf schöne Wanderungen. Und natürlich auch auf die Einkehr in eine gemütliche Berg-Wirtschaft. Dort geniesse ich dann den Alpkäse.

Auf der Alp, die DIE REPORTERIN Selma besucht, wird natürlich auch gekäst. Im Buch beschreibe ich das ziemlich ausführlich.

Käsen ist eine Kunst! Da ich in meinen Werken immer darauf achte, dass die Fakten stimmen, musste ich natürlich recherchieren. Zum Glück habe ich einen Freund, der Käser gelernt und jahrelang eine eigene Käserei geführt hat!

Ich habe mit ihm vor einigen Monaten ein Interview geführt – nun habe ich ihn gebeten, den Käse-Teil meines Manuskriptes zu prüfen. Ich bin gespannt!

Fakten-Check! Ja, auch das gehört zur Arbeit eines Autors.

Ich wünsche Euch schöne Pfingsten. Bis nächste Woche!

(Bild: Andi Graf, pixabay)

28. Mai 2019: Recherche in den Bergen

Auf dem Foto seht Ihr den Lauenensee bei Gstaad im schönen Saanenland. Ich war nämlich auf Recherche.

Ich habe Euch ja bereits erzählt, dass DIE REPORTERIN einerseits in Basel, andererseits im Saanenland auf einer Alp spielt. Ich habe mir eine wirklich schöne Gegend ausgesucht, die ich gut kenne. Trotzdem wollte ich mir meinen „Tatort“ noch einmal genau anschauen. Obwohl man als Autor vieles erfinden darf, ist mir Authentizität wichtig – ich bin eben gelernter Reporter und Journalist. Ich muss Schauplätze sehen, riechen, spüren!

Die Alp, auf der DIE REPORTERIN Selma ihr Abenteuer erlebt, existiert in Wirklichkeit nicht. Zumindest nicht so, wie ich sie beschreibe. Trotzdem ist es mir ein Anliegen, dass die geografischen Verhältnisse einigermassen stimmen. Und deshalb muss ich nun noch einige Passagen meines Manuskriptes anpassen.

Ein Beispiel: Der Aufstieg vom Lauenensee zu „meiner“ Alp habe ich als sehr einfach beschrieben, ich liess Selma sogar ein Stück weit mit einem Auto hochfahren. Das funktioniert aber nicht – in Wirklichkeit ist „meine“ Alp nur zu Fuss zu erreichen. Meine Recherche entwickelte sich deshalb als recht anspruchsvolle Wanderung, es lag auch noch ordentlich Schnee. Trotzdem war es ein ganz wundervoller Tag in den Bergen.

Habt eine gute, schneefreie (!) Zeit! Bis nächste Woche.

20. Mai 2019: Ein tolles Feedback

Ein weitere Erstleser hat mir eine Mail geschrieben. DIE REPORTERIN gefällt ihm: „Ich habe Dein Werk mit Vergnügen gelesen.“ Besonders gefallen haben ihm die Darstellung der Charaktere und der Erzählstil auf mehreren Ebenen.

Damit habe ich nun von allen Testleserinnen und Testlesern ein Feedback erhalten. Fazit: Der Anfang meiner Geschichte muss ich noch überarbeiten, straffen, süffiger machen. Das sehen  alle so. Ich mache mich also ans Werk.

Das Projekt mit Erstleserinnen und Erstlesern hat sich absolut gelohnt – obwohl es für mich schon etwas gewagt war. Ich war wirklich nervös – bis zum letzten Feedback! Umso glücklicher und motivierter mache ich mich nun ans Werk, DER REPORTERIN den letzten Schliff zu geben.

ICH FREUE MICH JA SO! Und sage meinem Testpublikum VIELEN DANK!

Habt ebenfalls eine freudige Zeit! Bis nächste Woche!

9. Mai 2019: Eine Saanegeiss für Selma

Darf ich vorstellen: Das ist eine Saanegeiss. Oder eine Saanenziege. Das ist eine Ziegenrasse aus dem Saanenland im Berner Oberland. Eine wunderschöne Märchenlandschaft mit dem Hauptort Saanen und dem weltbekannten Touristenort Gstaad.

Was hat nun die Saanegeiss mit DER REPORTERIN Selma zu tun? Ich verrate es Euch gerne: Selma Legrand-Hedlund lebt zwar in Basel, arbeitet aber als Fotoreporterin und reist deshalb viel herum. Vor allem in der Schweiz, weil es hier so viele prächtige Landschaften gibt – eindrückliche Fotoreportagen zu machen sind nämlich Selmas Spezialgebiet.

Im ersten Buch meiner Serie reist Selma also ins Berner Oberland und macht dort Bekanntschaft mit einer Saanegeiss. Sie trifft aber auch auf Schweine und auf einen ganz lieben Hund. Und auf Kühe. Viele Kühe…

Selma macht eine Fotoreportage über eine Alpwirtschaft! Alles heile Welt? Was ist denn mit den Krimielementen, von denen ich Euch letzte Woche erzählt habe? Tja, so heil ist diese Welt in unserer Märchenlandschaft eben auch nicht immer… 

Ich bin übrigens noch immer am Verfeinern meines Manuskripts. Und plane meinen Buch-Trailer. Dazu erzähle ich Euch aber bald mehr.

Selma lässt Euch ganz lieb grüssen. Bis nächste Woche!

2. Mai 2019: Doch ein Krimi?

Freunde, jetzt wird’s knifflig!

Eine weitere Erstleserin hat sich gemeldet. Sie habe das Manuskript verschlungen.

WOW! Und ich sage Euch: Die Dame versteht etwas von Büchern und Geschichten!

Knifflig wird es wegen diesem Satz, den die Testleserin geschrieben hat: «Die Geschichte hat mir sehr gefallen, v.a., Deine Personenzeichnungen und dass Du Krimi-Elemente eingeflochten hast.»

Habe ich jetzt doch wieder einen Krimi geschrieben?

Was ist ein Krimi? Was ist eine Liebesgeschichte? Was ein Drama?

Ich will Euch nicht mit einem Literatur-Exkurs langweilen. Sondern verraten, was in DIE REPORTERIN alles passiert.

Es gibt eine Liebesgeschichte. Vielleicht auch zwei. Die Story spielt in einer Stadt und in einer Märchenlandschaft. Der Tod kommt vor. Ein bisschen Blut fliesst. Es wird aber auch geküsst. Okay, Sex gibt es auch. Aber da zähle ich auf Euer Kopfkino. Es gibt Tiere. Viele Tiere. Und Bäume… Bäume? Oh ja! Lasst Euch überraschen!

Krimi? Thriller? Liebesgeschichte? Drama?

Auf die Story kommt es an. Sie soll faszinieren, fesseln, unterhalten.

Seid gespannt. Bis nächste Woche!

23. April 2019: Selmas Haus, Selmas Familie

Ostern ist vorbei – und ich hoffe, Ihr konntet die freien Tage geniessen. Ich selbst war mit dem Bus unterwegs. Und Selma? Tja, was hat Selma gemacht?

Es ist an der Zeit, Euch wieder einmal ein bisschen etwas über meine neue Hauptfigur zu erzählen. DIE REPORTERIN Selma Legrand-Hedlund lebt zwar alleine, wohnt aber im gleichen Haus wie ihre Mutter Charlotte am Basler Totentanz, einer recht vornehmen Adresse (siehe Foto). Das alte Haus mit toller Aussicht auf den Rhein befindet sich in Familienbesitz (ja, der Name Legrand-Hedlund hat schon eine gewisse Bedeutung…). Selmas Mama Charlotte wohnt im ersten Stock, sie selbst im dritten. Der zweite Stock ist unbewohnt. Aber nicht leer. In dieser Wohnung steht noch das Mobiliar von Selmas Vater Dominic Michel Legrand und auch jenes von Grossvater Hjalmar Hedlund. 

Psst! In dieser Wohnung verbirgt sich auch ein Familiengeheimnis…

Und ausgerechnet dieses Familiengeheimnis will Selmas jüngere Schwester Elin lüften. Ob es ihr gelingt? Das verrate ich Euch natürlich nicht. Elin hat übrigens einen Mann und zwei Buben und lebt in einer Villa in Riehen. Über Ostern war Selma mit ihrer Mutter zu Gast bei ihr.

Das hat mir Selma gestern Abend erzählt, als ich sie mit dem Bus nach Hause chauffiert habe…

Ihr fragt Euch sicher: Gibt es einen Mann in Selmas Leben? Mal abgesehen von mir… Ach, soll ich das jetzt auch schon verraten? Nein, ich glaube, das behalte ich noch ein bisschen für mich.

Geniesst die Zeit. Bis nächste Woche!

16. April 2019: "Gefällt mir!"

Ganz ehrlich: Ich habe schreckliche Tage hinter mir. Das Manuskript der REPORTERIN lag seit Tagen bei den Erstleserinnen und Erstlesern. Und ich musste auf eine Reaktion warten. Ich sass wie auf Nadeln und begann an mir zu zweifeln. Auch an Selma. Ich versuchte, an der dritten Fassung der Geschichte zu arbeiten. Aber ich war unsicher, nervös. Ach, es war einfach kaum auszuhalten!

Aber jetzt wurde ich erlöst! Die erste Erstleserin hat mir ein Feedback geschickt. Mit schweissnassen Händen öffnete ich die Mail. Was, wenn die Kritik vernichtend ausfällt?

Und dann las ich die ersten Sätze:

«Um es gleich vorneweg zu nehmen: ich habe die Geschichte in einem ‹Schnuz› gelesen und fand sie wirklich TOLL! Gratuliere! Also, du kannst dich entspannen…»

MAXIMUM! Daumen nach oben! WOW!

Und es ist genau das eingetroffen, was ich mir erwünscht habe: Meine Erstleserin hat mich auf Dinge aufmerksam gemacht, auf die ich selbst nie gekommen wäre. Da ist etwas nicht ganz stimmig, hier ist eine Passage etwas ungenau, diese oder jene Figur wirkt etwas seltsam.

DANKE! Nun bin ich wieder gechillt und voll motiviert!

Geniesst die Zeit. Bis nächste Woche!

7. April 2019: Die Erstleserinnen und Erstleser

Es ist soweit: Die 2. Fassung von DIE REPORTERIN ist fertig. Ich habe in den letzten Tagen das erste Manuskript überarbeitet, korrigiert und ergänzt. Nun passt es für mich!

Aber es muss ja nicht nur mir passen! Sondern vor allem meinen Leserinnen und Lesern. Deshalb habe ich mich für einen sehr professionellen Weg entschieden: Die 2. Fassung meines Manuskriptes liegt jetzt bei einigen Erstleserinnen und Erstlesern. Diese dürfen sich die Geschichte mit Selma und ihrem ersten Abenteuer zu Gemüte führen und mir danach ein Feedback geben. Gefällt ihnen die Story? Ist sie spannend oder langweilig? Geht sie überhaupt auf? Und so weiter.

Das ist für mich natürlich ein kritischer Punkt. Und ich bin auch nervös. Aber gut, da muss ich jetzt durch!

Wenn man als Autor in einer Story drin ist, kann man schon mal den Überblick etwas verlieren, Details missachten oder gewisse Dinge schlicht und einfach vergessen. Auch Fehler sieht man als Autor teilweise nicht. Da hilft es auch nicht, sein Manuskript zehn Mal durchzulesen.

Bin also sehr gespannt auf die Kritik meiner Erstleserinnen und Erstleser. Und beginne schon mal mit der 3. Fassung meines Manuskriptes! Durchlesen, korrigieren, nachrecherchieren, überprüfen…

Genau: Überprüfen! Ganz wichtig! Wie das funktioniert, erzähle ich Euch das nächste Mal.

Geniesst die Zeit! Bis nächste Woche!

27. März 2019: Selma liebt den Frühling!

Ich persönlich hielt mich bisher als relativ jahreszeiten-resistent. Natürlich mag ich den Frühling und geniesse es, wenn alles wieder erblüht und zu neuem Leben erwacht. Seit ich mich allerdings intensiv mit meiner neuen Figur Selma Legrand beschäftige, sehe ich den Frühling auch mit ihren Augen. Und Selma liebt den Frühling! Deshalb bin ich heute einige Stationen früher aus dem Tram ausgestiegen und habe diese wunderschönen Magnolien fotografiert.

Selma feierte übrigens vor einigen Tagen ihren Geburtstag. Sie hat mich leider NICHT zu ihrer kleinen Feier mit ihren engsten Freunden eingeladen. WAAS? Ja, das habe ich mich auch gefragt! Gut, ich gebe es zu: Ich habe vergessen, ihr gleich am Morgen zu gratulieren. Ich weiss, liebe Leserin: EIN NO GO! Lieber Leser, Du verstehst mich, oder? Kann bei einer so frischen Beziehung passieren. Nicht? Huch!

Moment! Ich habe der lieben Selma kurz vor ihrem Geburtstag ein ganz phantastisches Kleid geschenkt. Oder schenken lassen. Ein blaues Etui-Kleid. Perfekt für den Frühling. Und auch noch die passenden Schuhe dazu! Selma war ganz aus dem Häuschen! Aber mitfeiern durfte ich trotzdem nicht.

Ihr seht: Mit der lieben Selma habe ich mir was eingebrockt!

Habt eine gute Zeit. Bis nächste Woche!

19. März 2019: Die 1. Fassung steht!

Ich brauche Handcreme! Erkläre Euch auch gleich warum.

Aber erst mal: Selma und ich haben die Basler Fasnacht stürmisch, aber gut überstanden. Getroffen haben wir uns nicht. Einmal dachte ich allerdings, sie stehe vor mir. Als die Frau dann aber zu reden anfing, wusste ich, das kann nicht Selma sein.

So geht es mir manchmal mit meinen Figuren. Je wichtiger sie sind, desto präsenter sind sie. Und da Selma sehr wichtig ist, lebt sie praktisch mit mir. Ich habe ein genaues Bild von ihr. Sie hat dunkle Augen, braune Haare, sie ist ziemlich gross und schlank. Und sie zieht sich ganz unterschiedlich an. Von sportlich bis elegant. Meistens trägt sie aber Jeans, eine Bluse, ein Hemd, Pulli und eine kurze Jacke. Ich sehe sie auch genau vor mir, wie sie sich bewegt. Und ich höre sie sprechen.

Geht es Euch nicht auch so? Wenn ich ein Buch lese, fangen die Figuren in meinem Kopf an zu leben. Tja, und wenn die Geschichte verfilmt wird, bin ich zuerst etwas enttäuscht, dass der Schauspieler ganz anders aussieht…

Nun, seit der Fasnacht sind schon wieder einige Tage vergangen. Eh voilà: Die 1. Fassung meines Manuskriptes steht. Jetzt überarbeite ich den gesamten Text für die 2. Fassung.

Ja, das ging wirklich flott. Habe selbst gestaunt. Aber irgendwie hat mich Selma mitgerissen. Wer jetzt glaubt, ach, der liefert nur ein dünnes Heftchen ab – der irrt. Wird schon ein Buch! Und ich bewege mich auch bereits an der Obergrenze des Umfangs. Die liegt irgendwo bei… nein, das verrate ich nicht. Nur so viel: Der gesamte Text dieses Blog-Eintrages umfasst 1692 Zeichen und füllt gerade mal eine halbe A4 Seite – also fast nichts. Jetzt könnt Ihr ausrechnen.

ICH HABE WUNDE FINGER!

Bis nächste Woche!

8. März 2019: Selma und ich an der Fasnacht

Meine Nächte sind zurzeit etwas kurz, schliesslich will ich meine Geschichte vorantreiben. Oder treibt gar die Geschichte mich voran? Ganz ehrlich, es stimmt beides. Kommt dazu, dass ich langsam merke, mit Selma eine äusserst spannende Figur erschaffen zu haben, die mich auf Trab hält. Und sie schläft im Moment auch wenig. Sehr wenig sogar. Warum? Das verrate ich natürlich nicht.

Wir – also Selma und ich – werden jetzt aber eine Pause machen. Von der Geschichte, aber auch von unserer Beziehung. Denn in Basel, wo wir ja beide leben, beginnt am Montag die Fasnacht. Selma ist Pfeiferin in einer Frauenclique. Ich spiele ebenfalls Piccolo, aber in einem Männerverein. Ob wir uns über den Weg laufen? Wer weiss…

Mein neustes Werk wird kein Fasnachtsbuch! Aber eine kleine Passage über die Basler Fasnacht gibt es. Und diese möchte ich Euch jetzt präsentieren. Als kleiner, exklusiver Einblick in mein Manuskript.

«Von der Schifflände her ging Selma den steilen Rheinsprung hinauf – eine schmale Strasse, die sie immer an die Fasnacht erinnerte. Denn die Routenchefin ihrer Clique, in der Selma Piccolo spielte, brachte es Jahr für Jahr fertig, mindestens einmal diesen Berg spielend hinauf zu kraxeln, was bei etlichen Pfeiferinnen regelmässig zu akuter Atemnot, musikalischen Totalausfällen und unanständigen Kraftausdrücken unter den Larven führte. Und ebenso traditionell bei der Lämpesitzung nach der Fasnacht für Diskussionen sorgte.»

Voilà. Die Fasnächtler unter uns kennen das bestens! Und alle andere wissen nun: Nein, Fasnacht macht nicht nur Spass.

Bis nächste Woche!

26. Februar 2019: Selma Legrand

Selma Legrand ist „Die Reporterin“. Sie begleitet mich nun bereits seit einigen Wochen. Ja, sie ist ein wichtiger Teil in meinem Leben geworden, denn wir verbringen sehr viel Zeit miteinander, denken und fühlen ganz ähnlich – und beeinflussen uns gegenseitig.

Aber warum heisst sie eigentlich Selma Legrand? Für mich als Autor ist es immer wieder schwierig, meinen Figuren die richtigen Namen zu geben. Vor allem, wenn es um die Hauptfigur geht. Da durchleide ich einen ähnlichen Prozess wie werdende Eltern.

„Die Reporterin“ musste einen Vornamen haben, der irgendwas mit Schweden zu tun hat. Warum, werdet Ihr noch erfahren.

Mir gefiel Svea ganz gut. Ich habe eine Freundin über meine Namenswahl eingeweiht. Diese teilte mir aber mit, dass sie Svea leicht mit Svenja verwechseln würde. Oups! Das geht natürlich gar nicht.

Ich erinnerte mich an die Geschichte der grossen schwedischen Autorin Selma Lagerlöf:  „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“. Und da ich meine Reporterin ebenfalls auf Reisen schicke, fand ich den Namen Selma für meine Heldin absolut passend. Mittlerweile kann ich mir gar keinen anderen Namen mehr für meine Selma vorstellen.

Der Nachname war dann schnell gefunden. Er musste vornehm baslerisch-französisch klingen. Warum? Das ist wieder eine andere Geschichte!

Bis zum nächsten Mal!

19. Februar 2019: Das neue Buchprojekt steht

Leute, ich bin aufgeregt! Selma ist in mein Leben getreten. Selma ist „Die Reporterin“.

Das Konzept ist geschrieben. Die ersten Seiten auch. „Die Reporterin“ soll eine Serie werden. Die erste Geschichte ist für Frühling 2020 geplant.

Es geht um Schicksale, Dramen, Geheimnisse – und um Liebe! Spannung, Unterhaltung, Romantik! Happy-End? Ich hoffe es!

Meine neue Hauptfigur heisst also Selma, Selma Legrand. Sie lebt in Basel. Ihre Spezialität sind schöne Fotoreportagen aus der Schweiz. Da kann ganz viel passieren. Und Selma ist natürlich immer mittendrin. Nicht unbedingt als Journalistin, sondern als Mensch. Ach, Ihr werdet sie mögen. Ich mag sie auch schon!

Könnt Ihr Euch vorstellen, dass man als Autor mit seinen Figuren mitlebt? Es ist wie im richtigen Leben: Manche mag man, manche nicht. Und manchmal entpuppen sich Figuren, die für die Geschichte doof sein sollten, als tolle Menschen. Umgekehrt werden sympathische Menschen plötzlich schwierig. Uii, dann wird’s knifflig.

Selma ist toll. Und sie wird toll bleiben. Obwohl sie bereits ein erstes Mal zickig wurde gegen mich. Sie bekommt nämlich so ein süsses Grübchen in der Wange, wenn sie lächelt. Das mag sie gar nicht und wollte mir verbieten, es zu schreiben. Ha!

Warum sie Selma Legrand heisst? Darüber berichte ich Euch das nächste Mal!