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Das Making-of meines neusten Projekts DIE REPORTERIN. 
Hier berichte ich regelmässig, wie sich die Schreibarbeit entwickelt.

18. April 2021: Gipfelkuss

Exklusiv für alle Leserinnen und Leser meines Blogs: „Gipfelkuss – Die Reporterin am Piz Bernina“. So lautet der Titel des 3. Bands DIE REPORTERIN. Und so könnte das Buch aussehen. Auf dem Bild zeige ich Euch einen Entwurf des Covers. Ich finde es vielversprechend …

Aber um was geht es denn nun? Gipfelkuss? Ist es Selma, die da küsst? Und wen? Oder geht es um etwas ganz anderes? Das Buch erscheint im Herbst 2021 im orte-Verlag.

Ich verrate Euch gerne schon mal den Klappentext:
Die Angst sitzt der Basler Reporterin Selma im Nacken, als sie auf dem Piz Bernina, dem König der Ostalpen, ein Paar aus besserem Haus bei ihrem Gipfelkuss ins beste Licht rücken soll. Ein alter Bergsteiger warnte vor der Tour über den gefährlichen Biancograt – der Tod klettert mit. Über Funk bekommen Selmas Freund Marcel und ihr aus Schweden angereister leiblicher Vater mit, wie sich oben auf dem Berg ein Drama abspielt. Selmas Mutter macht sich Vorwürfe. Sorgte die Familiengeschichte für eine Unkonzentriertheit bei Selma? Jahre lang wusste sie nichts von ihrem leiblichen Vater – er jedoch von ihr, wie Bilder vermuten lassen. Die Familiengeschichte fordert die Reporterin schon während des Trainings für die Höhentour emotional heraus.

Und: Der Totentanz, der kleine Park, an dem Selma in Basel wohnt, bekommt in diesem Buch eine grosse Bedeutung …

Jetzt aber genug. Das Manuskript ist bereits vom Zweitlektorat zurück bei mir. Es gibt also nochmals etwas zu tun!

Fröhliche, spannende und hoffentlich wärmere Tage wünsche ich Euch!

11. April 2021: Die Renaissance des Einkaufsbummels

Samstag, 15 Uhr, Freie Strasse, Basel. Die Einkaufsmeile ist voll von Menschen, die durch die Innenstadt schlendern. Und vor vielen Geschäften wegen den Corona-Massnahmen anstehen. Die allermeisten tragen Maske. Und setzen sich in einer Shopping-Pause auf eine Bank, auf eine Treppe, auf einen Fenstersims oder auf den Boden und geniessen einen Kaffee oder Tee vom Take-away.

Was dies epidemiologisch bedeutet, kann ich nicht beurteilen. Für die Städte und den stationären Einzelhandel ist dies aber ein gutes Zeichen: Die Menschen sind weitaus weniger digital, als man dies nach über einem Jahr Stubenhocken denken könnte. Der Onlinehandel mag boomen – aber die Leute wollen auch ganz real zusammen ausgehen, gucken, anfassen, schnüffeln, einkaufen. Denn: Das macht einfach Spass und Freude. Und man kann viele Dinge entdecken.

Ein ganz wichtiger Punkt: das Entdecken.

Ich als Autor, der seine Bücher in einem kleinen aber feinen Schweizer Verlag veröffentlicht, ist extrem auf den stationären Buchhandel angewiesen. Hier können Leserinnen und Leser meine Bücher entdecken. Und wenn dann die Buchhändler sie auch noch so nett ausstellen – umso besser. Vielen Dank.

Der Onlinehandel ist brutal. Oder besser gesagt, die Algorithmen. Wenn ich in einem Shop etwas suche, bekomme ich zwar eine Riesenauswahl angeboten, aber immer von den gleichen Produkten oder vom gleichen Genre. Es sind meistens die bekanntesten, günstigsten, erfolgreichsten Produkte. Oder halt die, die am teuersten beworben werden …

Wenn ich mich also durch eine Buchhandlung stöbere, finde ich Dinge, die ich gar nicht gesucht habe. So werden meine Bücher auch von Leuten entdeckt, die sich vielleicht niemals für einen Abenteuer- oder Heimatroman interessieren würden.

Das geht mir übrigens auch in anderen Geschäften so. Wenn dann die Verkäuferinnen und Verkäufer auch noch nett, zuvorkommend und kompetent sind, dann kann meine Kreditkarte schnell anfangen zu glühen …

Das neudeutsche Wort „shoppen“ ist eigentlich sehr abwertend. Es ist das Läädele, wie wir in Basel sagen. Es ist der gute alte Einkaufsbummel. Und ich bin überzeugt, dass dieses Freizeiterlebnis eine Renaissance erleben wird.

Einen fröhlichen Einkaufsbummel wünsche ich Euch!

4. April 2021: Ende. Und Anfang

Welch prächtige Tage durften wir geniessen. Jetzt wird es zwar nochmals bitter kalt – doch was uns die Natur vergangene Woche geschenkt hat, ist doch einfach wunderschön. Die Magnolien vor der Basler Paulus Kirche blühten und strahlten um die Wette. Selma hat sogar einen kurzen Film gedreht: Frühlingsgruss.

Dankbarkeit und Demut überkommt mich: Welch schöpferische Kraft die Natur doch hat. Vergessen wir also mal für einen Moment das Virus. Und auch unsere vermeintliche Wichtigkeit.
Apropos Kraft: Kürzlich war ich im Zolli und hab einem Flusspferd im Wasser zugeschaut. Ich dachte: Herrlich, so ein Leben in Zeitlupe.
Hoppsa! Plötzlich schoss ein zweites Tier aus dem Wasser, liess sich fallen, löste damit einen Tsunami aus und sperrte schliesslich sein riesiges Maul auf und zeigte mir die Zähne. Wow, ich bin ganz schön erschrocken! Ich weiss nicht, was das sollte. Vermutlich war es ein Kraftausbruch des Männchens. Frühling und so …
Leider konnte ich kein Foto schiessen, das ging einfach alles viel zu schnell.

Dankbarkeit und Demut. Diese beiden Ausdrücke stehen auch in meinem neusten Manuskript „Gipfelkuss – Die Reporterin auf dem Piz Bernina.“ Dankbarkeit und Demut – meine Romanheldin Selma wird sie erleben!
Ich habe noch einmal intensiv am Manuskript gearbeitet, die Inputs meines Lektors umgesetzt und alles ein weiteres Mal überprüft und teilweise korrigiert. Ihr seht auf dem Foto, liebe Freunde, dass ich sogar eine Zeichnung anfertigen musste. Um mir einen technischen Vorgang nochmals vor Augen zu führen … Im fertigen Buch werdet Ihr dann sehen, was ich meine.

Jetzt geht das Buch ins Zweitlektorat und in die Grafik. Für mich ist erstmal Ende.

Und Neuanfang.

Ja, ich verrate es Euch. Auch der „Gipfelkuss“ endet mit dem Satz: Fortsetzung folgt …

Zieht Euch warm an. Für die nächsten Tage. Und für den Gipfelkuss!

28. März 2021: Das Virus - 2013!

«Basels beliebtester Platz war zugestellt mit Übertragungswagen aller möglichen TV-Stationen. Auch Alex Gaster und Henry Tussot waren hier. Sie trugen Schutzmasken und OP-Handschuhe. Wie die Mehrheit der Menschen, die sich überhaupt noch in die Stadt wagten. Soldaten und Zivilschützer in voller Chemie-Ausrüstung waren damit beschäftigt, den Passanten Mundschutz, Handschuhe, Desinfektionsmittel und ein Infoblatt abzugeben.»

Das ist eine Passage aus meinem Buch «Die Boulevard-Ratten», erschienen 2013.
Und auf der letzten Seite habe ich folgenden Dialog geschrieben:

«In einer ländlichen Provinz in China, deren Name ich nicht aussprechen kann, sorry …»
«Mette, mach es nicht so spannend, ich muss auf Sendung!»
«Also dort, so schreiben meine Wissenschaftskollegen, seien Menschen an einem grippeähnlichen, bislang unbekannten Virus erkrankt.»

Läuft es euch auch gerade kalt den Rücken hinunter?

Mehrere Freunde und Bekannte, die gerade dieses Buch gelesen haben, haben mich darauf hingewiesen. Ihnen sei es dabei ganz mulmig geworden. Deshalb habe ich mein Buch auch wieder einmal in die Hand genommen. Und war echt schockiert, wie meine Phantasie von der Wirklichkeit eingeholt worden ist. Mein Virus nannte ich BV18m92, Übername: kleine Teufel.

Nein, nein, nein. Ich habe keine hellseherischen Fähigkeiten und bin auch kein Verschwörungstheoretiker. Da ich in der Pharmastadt Basel lebe, wollte ich damals nur eine spannende Geschichte erzählen, die das Geschäft mit der Gesundheit kritisch beleuchtet und auch die Moral der Wissenschaft hinterfragt, wenn es um richtig fette Kohle geht. Dass dies alles einmal so aktuell werden würde, habe ich mir – ehrlich gesagt – nicht vorstellen können.

Verrückt, was?

Wenn die Dinge, die ich in meinem Thriller «Der Tod – live» beschrieben habe, ebenfalls eintreffen, droht uns als Nächstes ein Cyberkrieg. Ich bin echt froh, dass ich mittlerweile schöne, romantische, aber nicht weniger spannende Geschichten schreibe.

Mein Virus-Buch «Die Boulevard-Ratten» ist mittlerweile vergriffen. Ich habe noch ein paar Exemplare, die ich gerne an Interessierte verkaufe. Ansonsten kann man das Werk als eBook selbstverständlich bei vielen Anbietern herunterladen. Oder gleich hier: „Die Boulevard-Ratten“.

Bleibt gesund!

21. März 2021: Psst! Es gibt etwas zu feiern ...

Jawoll! Am 22. März feiert DIE REPORTERIN Geburtstag. Ich gratuliere ihr von Herzen und wünsche ihr ein langes und glückliches Leben.

Sehen die beiden Bücher so liebevoll «verpackt» nicht wunderbar aus? Vielen Dank für das Foto, das mir eine Leserin zugeschickt hat.

Natürlich schenke ich Selma keine Bücher. Ich schenke ihr ein neues Abenteuer. Ich beende soeben das Lektorat des dritten Abenteuerromans: «Gipfelkuss – Die Reporterin auf dem Piz Bernina».

Was mich übrigens am Lektorieren meines Manuskriptes sehr beschäftigt hat: Selmas Alter. Eigentlich hat sie nämlich gar keines, zumindest erwähne ich das in den Büchern nie. Im dritten Teil wird aber Selmas Familiengeschichte aufgearbeitet, weshalb ich etwas konkreter werden musste. Ihr werdet es dann lesen. Und dürft natürlich gerne mitrechnen …

Serienheldinnen und -helden haben sehr oft kein konkretes Alter. Das ist ein kleiner schriftstellerischer Trick. Wenn der Jahrgang einer Figur bekannt ist, müsste sie mit der Zeit ja auch älter werden, damit die Story glaubwürdig bleibt. Aber damit verbaut man sich als Autor unter Umständen viele Freiheiten.

Zudem glaube ich, dass die Leserinnen und Leser sehr wohl eine Vorstellung des Alters haben. Das kann aber sehr individuell sein und muss sich nicht mit der Idee der Autorin oder des Autors decken. Voilà, deshalb lasse ich Selmas Alter ein bisschen im Trüben.

Aber warum hat Selma an einem festen Datum Geburtstag? Nun, da Selma im Sommer gezeugt worden ist – was ein wichtiger Teil der Story ist – muss sie also ein Frühlingskind sein. Auf den 22. März habe ich mich aus privaten Gründen festgelegt: Es ist der Geburtstag meines leider viel zu früh verstorbenen Bruders.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Frühling. Erfreut euch an der Blumenpracht!

14. März 2021: Nichts können ist keine Kunst

„Wir kommen wieder. Versprochen.“ Das Plakat des Sinfonieorchesters Basel zeigt das wahre Ausmass dieser Kulturkatastrophe. Tatsächlich! Die Künstler*innen sind weg. Die Kultur ist weg. Wegen Corona und all den Beschränkungen.

Natürlich findet im virtuellen Raum ein bisschen Kunst und Kultur statt. Aber machen wir uns nichts vor: Nicht alles funktioniert online und gestreamt. Etwas mit anderen Menschen gemeinsam zu erleben fehlt halt. Die Atmosphäre. Der Geruch. Die Zwischentöne. Das ganze Mittendrin statt nur dabei.

Natürlich sind die Künstler*innen nicht weg. Die sind irgendwo und üben und trainieren. Kunst kommt durchaus von Können. Nichts können ist keine Kunst.

Um am Tag X bereit zu sein und vielleicht vor 20 oder 50 Zuschauer*innen wieder spielen zu dürfen, braucht es viel, viel Übung. Jeden Tag. Und vor allem eine extra Portion Motivation.

Dies gilt übrigens auch für die bildende Kunst. Und für die Literatur. Man erarbeitet sich ein Können, macht immer weiter, bleibt dran, entwickelt sich. Jeden Tag.

„Wir sind da!“ müsste eigentlich auf dem Plakat stehen.

6. März 2021: Bollywood

Die beiden Herrschaften auf dem Foto stehen etwas verloren auf dem Titlis herum. Kaum jemand beachtet sie. Und das könnte noch lange so bleiben.

Natürlich gehört der Titlis in Engelberg im Winter vor allem den Schneesportlern aus der Schweiz und aus Europa. Jetzt eigentlich nur aus der Schweiz. Aber im Sommer sollten dann wieder viele Tausend Touristen aus Asien auf den Titlis pilgern und das Sehnsuchtsland Schweiz nicht nur als Bollywood-Serie, sondern live erleben. Ob es so kommen wird? Eher nicht …

Auf den Titlis pilgern wird dagegen eine Schar Leserinnen und Leser. Und zwar am 25. April 2021. Einige freie Plätze hat es noch, aber nun wird es höchste Zeit, sich anzumelden: EUROBUS – Wölfe.
Bei meinem kurzen Skiausflug nach Engelberg durfte ich mich überzeugen, dass die Schutzkonzepte bei den Bergbahnen bestens funktionieren. Und im Bus natürlich auch. Nun müssen wir nur noch darauf hoffen, dass die Restaurants wieder öffnen dürfen. Sonst improvisieren wir halt etwas.

Das zweite Bild in diesem Blog zeigt übrigens Horbis, das kleine Seitental bei Engelberg. Dort (auf der rechten Seite) spielen alle Wolfs-Szenen in meinem Buch. Und auch die Kapitel mit Marlène, die in der Einsamkeit Schutz vor einem Stalker sucht.

Nach dem Ausflug auf die Alp im Saanenland im Sommer, freue ich mich nun auf diesen Event im Frühling auf dem Titlis. So bringen wir wenigstens ein bisschen Holly- und Bollywood auf den imposanten Berg … 

 

 

28. Februar 2021: Ein Stapel Papier

Da liegt er also, dieser Stapel Papier. Es ist der dritte Teil der REPORTERIN nach dem ersten Lektorat. Daraus wird nun sehr konkret das dritte Selma-Buch:

„Gipfelkuss – die Reporterin auf dem Piz Bernina“

Vielversprechend, oder? Welches Abenteuer kommt auf Selma zu? Und was passiert mit ihrer verworrenen Familiengeschichte? Was passiert mit ihr und Marcel … ?

All diese Fragen werden natürlich beantwortet. Aber es werden auch viele neue gestellt. Denn die Serie soll schliesslich spannend weitergehen!

Was gibt es nun zu tun? Ich gehe noch einmal Satz für Satz das ganze Manuskript durch und bearbeite all jene Stellen, die mein Lektor angezeichnet und mit Fragen oder Verbesserungsvorschlägen versehen hat. Zudem prüfe ich noch einmal meine Recherchen nach. Nicht zum ersten Mal, aber ihr wisst ja … man übersieht immer etwas.

Na, dann wollen wir mal!

PS: Ihr habt übrigens richtig gelesen: Auch nach „Gipfelkuss“ geht das Abenteuer von Selma und Co. weiter.

21. Februar 2021: Frühling ohne Fasnacht. Aber mit Fragen

Bereits zum zweiten Mal fällt in Basel die Fasnacht aus. Erfreuen wir uns stattdessen am Frühling. Eigentlich beruhigend: Die Natur lebt auch im Jahr 2021 wieder auf.

Und irgendwie bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass auch wir Menschen endlich wieder aufleben wollen. Obwohl durch das Virus und die vielen Massnahmen das Gesellschaftsleben eigentlich noch immer auf null gestellt ist – in Basel zumindest ist in diesen ersten frühlingshaften Tagen ordentlich was los. Lernen wir gerade mit diesem Virus und dieser Krise umzugehen? Unabhängig von Politik und Wissenschaft? Oder verhalten wir uns einfach dumm?

Meine Figur Marcel, der tram- und busfahrende Psychologe, von Selma liebevoll Klugscheisser genannt, hätte sicher eine Antwort darauf. Wahrscheinlich würde er den Ausdruck «soziales Ende einer Pandemie» in die Diskussion einbringen. Ich halt mich da raus. Wen es interessiert, darf gerne mal den Ausdruck in die Suchmaschine seines Vertrauens eingeben. Es gibt seriöse Medien, die darüber berichtet haben.

Ich mache mich in dieser fasnachtsfreien Zeit auf die Suche nach Inspiration. Im dritten Teil der REPORTERIN, der im Herbst 2021, erscheint, bleiben nämlich einige Fragen offen. Und ich verrate es euch, ungern zwar, aber gut: Ich habe noch keinen Plan, wie die Geschichte weitergehen soll. Ich lass mich mal überraschen, wohin die Phantasie mich treibt.

Erfreut Euch an den ersten Frühlingsblumen!