Blog

Das Making-of meines neusten Projekts DIE REPORTERIN. 
Hier berichte ich regelmässig, wie sich die Schreibarbeit entwickelt.

28. Februar 2021: Ein Stapel Papier

Da liegt er also, dieser Stapel Papier. Es ist der dritte Teil der REPORTERIN nach dem ersten Lektorat. Daraus wird nun sehr konkret das dritte Selma-Buch:

„Gipfelkuss – die Reporterin auf dem Piz Bernina“

Vielversprechend, oder? Welches Abenteuer kommt auf Selma zu? Und was passiert mit ihrer verworrenen Familiengeschichte? Was passiert mit ihr und Marcel … ?

All diese Fragen werden natürlich beantwortet. Aber es werden auch viele neue gestellt. Denn die Serie soll schliesslich spannend weitergehen!

Was gibt es nun zu tun? Ich gehe noch einmal Satz für Satz das ganze Manuskript durch und bearbeite all jene Stellen, die mein Lektor angezeichnet und mit Fragen oder Verbesserungsvorschlägen versehen hat. Zudem prüfe ich noch einmal meine Recherchen nach. Nicht zum ersten Mal, aber ihr wisst ja … man übersieht immer etwas.

Na, dann wollen wir mal!

PS: Ihr habt übrigens richtig gelesen: Auch nach „Gipfelkuss“ geht das Abenteuer von Selma und Co. weiter.

21. Februar 2021: Frühling ohne Fasnacht. Aber mit Fragen

Bereits zum zweiten Mal fällt in Basel die Fasnacht aus. Erfreuen wir uns stattdessen am Frühling. Eigentlich beruhigend: Die Natur lebt auch im Jahr 2021 wieder auf.

Und irgendwie bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass auch wir Menschen endlich wieder aufleben wollen. Obwohl durch das Virus und die vielen Massnahmen das Gesellschaftsleben eigentlich noch immer auf null gestellt ist – in Basel zumindest ist in diesen ersten frühlingshaften Tagen ordentlich was los. Lernen wir gerade mit diesem Virus und dieser Krise umzugehen? Unabhängig von Politik und Wissenschaft? Oder verhalten wir uns einfach dumm?

Meine Figur Marcel, der tram- und busfahrende Psychologe, von Selma liebevoll Klugscheisser genannt, hätte sicher eine Antwort darauf. Wahrscheinlich würde er den Ausdruck «soziales Ende einer Pandemie» in die Diskussion einbringen. Ich halt mich da raus. Wen es interessiert, darf gerne mal den Ausdruck in die Suchmaschine seines Vertrauens eingeben. Es gibt seriöse Medien, die darüber berichtet haben.

Ich mache mich in dieser fasnachtsfreien Zeit auf die Suche nach Inspiration. Im dritten Teil der REPORTERIN, der im Herbst 2021, erscheint, bleiben nämlich einige Fragen offen. Und ich verrate es euch, ungern zwar, aber gut: Ich habe noch keinen Plan, wie die Geschichte weitergehen soll. Ich lass mich mal überraschen, wohin die Phantasie mich treibt.

Erfreut Euch an den ersten Frühlingsblumen!

14. Februar 2021: Zum Heulen

Kalt, was? Meine Gletscher-Lesung könnte ich dieser Tage auch im Unterland abhalten … Aber dann würden wir ja die tolle Aussicht vom Titlis verpassen. Hier also nochmals der Hinweis zum exklusiven Tagesausflug am 25. April: „Wölfe – Die Reporterin in Engelberg – live!“

Lesungen und überhaupt Kultur – noch immer alles verboten. Das ist zum Heulen. Die ganze Corona-Krise ist zum Heulen …

Habt ihr es schon bemerkt, Freunde? Neue Figuren tauchen in dieser Misere auf: Expert*innen, die uns erklären wollen, wie wir unsere Lockdown-Müdigkeit bewältigen können. Krise als Chance etcetera … Ach, wär’s nicht zum Heulen, man könnte doch glatt laut herauslachen!

Genug davon. Ich darf in diesen Tagen ein kleines Jubiläum feiern: Seit zwei Jahren schreibe ich für die Basler Zeitung eine Glosse. Und ich freue mich, dass ich sehr oft darauf angesprochen werde und so tolle Feedbacks erhalte.

Deshalb mal ein kurzes Making-of des „Fahrtenschreibers“:
Die Kolumne erscheint jeden zweiten Samstag. Abgabetermin ist am Donnerstag. Ich muss also darauf achten, dass ich das Thema so wähle, dass es am Samstag nicht schon überholt worden ist. In verrückten Zeiten wie diesen ist das gar nicht immer so einfach.
Ein Text besteht aus 3000 Zeichen. Okay, das ist schnell geschrieben.
Oh nein, ich sage es euch ganz ehrlich: Eine Glosse zu schreiben ist äusserst anspruchsvoll. Manchmal artet das in richtige Arbeit aus. Ab und zu schmeisse ich einen fertigen Text auch schon mal in den Kübel und fange nochmals von vorne an.
Das passiert dann, wenn der erste Gedanke falsch war. Also die Idee. Deshalb ist die Idee das Schwierigste an der Sache. Ist ja auch beim Bücherschreiben so.
Die besten Ideen kommen mir beim Bus fahren. Dann setze ich im Kopf auch gleich einzelne Formulierungen und Passagen auf. Das kann schon mal einige Tage dauern. Wenn ich mich dann an den Laptop setze, muss die Glosse durch die Finger in die Tasten flutschen … 

Nächste Woche erscheint die 48ste „Fahrtenschreiber“-Glosse. In Gedanken rotiere ich schon. Seid gespannt. Ich bin’s auch!

(Foto: Pixabay)

7. Februar 2021: Das Leiden am Berg

Geschafft! Das dritte Manuskript in meiner Serie DIE REPORTERIN ist fertig. 429 409 Zeichen, inklusive Leerschläge. Damit ist das dritte Werk ein bisschen länger als die ersten beiden Teile.

Ich habe auch mehr gelitten. Es war ein richtiges Leiden am Berg. Schliesslich schicke ich meine Heldin dieses Mal auf den Piz Bernina …

Der Vergleich mit einer anspruchsvollen Bergwanderung oder einer Passfahrt mit dem Velo ist für mein neustes Buch äusserst treffend. Ob Wanderung oder Velotour: Das Abenteuer beginnt ja nicht gleich mit einem Anstieg. Meistens ist das Gelände erst flach, steigt dann langsam an, plötzlich wird es ruppig und schliesslich erreicht man den Gipfel. Im ersten Teil einer solchen Tour kann man seine Gedanken fliegen lassen, dann folgt der sportliche Teil – und schliesslich ist es ein reiner Kraft- und Willensakt, der mit einem Glückgefühl belohnt wird. Ja, man erlebt ein Crescendo der Gefühle.

Ob Spitzen- oder Hobbysportler: Die Psyche spielt immer eine wichtige Rolle. Wie, wo, wann und warum ist ein Scheitern erlaubt? Oder überhaupt im Leben: Wie, wo, wann und warum darf, soll, muss man zweifeln, scheitern, abbrechen, aufgeben … oder eben durchhalten und kämpfen?

Das wollte ich literarisch verarbeiten. Und ich habe das Gefühl, das ist mir auch gelungen. Aber es war anspruchsvoll. Ich schicke nun die 10. Fassung an den Verlag. Eine, beziehungsweise zwei mehr als bei den ersten beiden Teilen.

Fleissige Blog-Leser*innen wissen, was jetzt folgt: das Lektorat. Und während mein Lektor den Rotstift ansetzt, überprüfe ich nochmals alle Fakten.

Wow! Das war wieder mal ein Blog ohne Corona. Corona habe ich in meiner Glosse verarbeitet: «Der Bub singt!» 

Passt auf euch auf.

31. Januar 2021: Cliffhanger ...

Auf diesem tollen Foto sehen wir den Biancograt. Das ist der weltberühmte Firngrat des Piz Berninas im Oberengadin. Der aufsteigende Nebel auf diesem Bild nimmt dem Binacograt ein wenig den Schrecken, denn rechts und links gibt es – nichts.

In meinem dritten Buch (erscheint im Herbst 2021) spielt dieser Biancograt eine zentrale Rolle. Meine Heldin Selma erwartet ein wahrlich grosses und gefährliches Abenteuer. Es wird ein Totentanz …

So. Das war ein Cliffhanger. Der Autor baut Spannung auf, lässt die Leser dann aber hängen. Ein Klassiker – wir hatten es in diesem Blog schon mehrfach davon.

Ich erwähne das, weil mein erster REPORTERIN-Band wieder einmal rezensiert wurde. Und zwar von buechercheck.com: Hier der direkte Link: buechercheck.

Fazit des Buchcheckers: „Ich bin positiv überrascht von diesem Buch. Als ‚Nicht-Krimi‘ besteht es durchaus was Spannung – vielleicht eher ‚Gwundrigmache‘ – betrifft. Und es kann gut sein, dass ich mir den zweiten Band der ‚Reporterin‘ auch noch kaufe (in meiner Buchhandlung findet ein ‚Take away‘-Verkauf – über die Gasse statt…). Vor allem weil der Autor den Mut hat – oder ist das sogar eine Portion Frechheit? – in einem Roman einen richtig brutalen Cliffhanger einzusetzen. Es würde mir keine Ruhe lassen – Sie haben gewonnen, Herr Probst. 🙂“

Danke. Das freut mich.
Euch allen eine spannende Woche!

PS: Übrigens ist der Buchchecker selbst ein guter Cliffhanger-Produzent: Seine Rezension beginnt nämlich so: „Grundsätzlich ist das ein schönes Buch: Umschlag, Gestaltung, Druck, Layout, Umfang – handwerklich alles sehr gut gemacht vom orte Verlag Schwellbrunn/CH. Sowas setzt natürlich den Autor unter Druck…“
Da muss man doch weiterlesen. Voilà, hier nochmals der Link: buechercheck.com

(Foto: Peter Meyer auf Pixabay)

24. Januar 2021: Wolfstattoo und Kuchenteig

Was hat ein Wolfstattoo mit einem Kuchenteig zu tun? Ganz einfach: Meine Hauptfigur Selma überlegt sich, ob sie sich einen Wolfskopf in den Oberarm stechen lassen soll.

Okay, das ist immer noch ein bisschen wirr. Fangen wir mit einem Tipp an, einem Schreibtipp: Falls ihr, liebe Freunde, mal wieder einen wichtigen Text scheiben wollt oder müsst, eine Mail, einen Brief oder aber auch etwas Literarisches – was auch immer: lasst das Manuskript wie einen Kuchenteig ein bisschen ruhen. Schlaft einmal drüber.

Wenn ihr nun euer Manuskript noch einmal durchlest, dann erscheint es euch ganz anders. Ihr ändert vielleicht noch etwas oder fügt eine Kleinigkeit, die euch in der Zwischenzeit eingefallen ist, ein. Dann schickt ihr das Manuskript mit einem guten Gefühl ab.

Also: Ich liess den dritten Teil der REPORTERIN einige Tage ruhen. In dieser Zeit ist in mir die Frage aufgekommen, ob Selma eine Frau ist, die sich ein Tattoo stechen lässt. Da sie Wölfe liebt, wäre ein Wolfstattoo auf ihrem Oberarm natürlich sehr passend.

Voilà, ich schicke Selma ins Tattoo-Studio! Oh, nein, so einfach ist das nicht. Auch so eine Kleinigkeit, vielleicht eine Spielerei des Autors, will gut überlegt sein. Ich glaube auch nicht, dass Selma gleich ins Tattoo-Studio rennt. Das passt nicht zu ihr. Sie überlegt es sich zuerst. Redet mit jemandem darüber.

Zudem muss ich mir bewusst sein, dass ich dann eine Hauptfigur habe, die ein Wolfstattoo auf sich trägt. Macht das für die Geschichte und für die Weiterentwicklung dieser Figur überhaupt einen Sinn?

Ruhen lassen. Auch Ideen soll man ruhen lassen.

(Stunden später)

Ich habe eine Entscheidung getroffen! Ich werde Selma das Wolfstattoo … Freunde, das verrate ich euch doch jetzt nicht. Lasst euch überraschen!

Ein ruhige Woche wünsche ich euch!

(Fotos: Pixabay)

17. Januar 2021: Grosser Auftritt

Nein, Hollywood hat sich (noch) nicht bei mir gemeldet. Da ich aber für meine Buch-Trailer immer wieder tolle Komplimente bekomme – «echt grosses Kino!» –, beschäftige ich mich natürlich bereits heute mit dem nächsten Film-Projekt. Schliesslich soll der Buch-Trailer für den dritten Teil der REPORTERIN auch wieder eine tolle Sache werden (hier die Links zu den ersten beiden Clips: «Alpsegen» und «Wölfe» – Ihr dürft die Filme sehr gerne weiterverbreiten).

Vergangene Woche hatte ich eine erste Sitzung mit den Filmleuten. Es wird knifflig, das kann ich schon mal sagen. Denn in Selmas drittem Abenteuer lasse ich es krachen: Ein grosser Teil der Handlung spielt im Engadin, auf dem über 4000 Meter hohen Piz Bernina, es gibt eine pompöse Hochzeit, es geht um einen Liebestanz und um einen Totentanz. Und dann bekommt Selma auch noch Besuch von ihrer schwedischen Familie. Nun, das alles in einem 90-Sekunden-Video unterzubringen ist schon mal eine Herausforderung. Die noch grössere Herausforderung ist aber, das mit meinem äusserst knappen Budget produzieren zu können.

Ich bin aber sicher, dass mir und den Filmprofis eine Lösung einfallen wird. Und dass wir dann zum Verkaufsstart des dritten Teils (Herbst 2021) ein schönes Video präsentieren können. Jedenfalls werde ich mich in den nächsten Tagen ans Drehbuch machen. Ich freue mich darauf.

Sich auf etwas freuen, was vor dem Frühling stattfindet oder eben auch nicht, ist in dieser Zeit nicht ganz einfach. Das kulturelle und gesellschaftliche Leben steht still. Corona und all die Massnahmen machen einen ganz konfus. Irgendwie mag man alles nicht mehr hören und lesen, aber dann beschäftigt man sich doch wieder damit, wird wütend, oft aber auch nur traurig.

Da bin ich ganz froh, dass ich in meiner Schreibarbeit mich mit schönen Geschichten ablenken kann. Natürlich, auch in diesen Geschichten passieren Dramen und Tragödien. Aber ich habe immer meine Geheimwaffe: Jonas Haberer, mein alter Freund, der mich und meine Leserinnen und Leser seit meinem ersten Roman begleitet. Er kann zwar nicht die ganze Welt retten. Aber immer mal wieder meine Hauptfigur Selma. Ob er dies auch im dritten Teil schafft?

Lasst Euch überraschen. Freut Euch mit mir zusammen darauf. Und auch ein bisschen auf «Hollywood».

(Foto: Pixabay)

10. Januar 2021: Freuen wir uns auf den Frühling

Blauer Himmel, saftige Wiesen, majestätische Berge. Weil dieser Winter ja doch ein ziemlich heftiger Corona-Murks ist, freuen wir uns jetzt einfach mal auf den Frühling. Und auf den Titlis (Foto). Dort, auf 3020 Meter über Meer, werde ich eine kleine Lesung abhalten, wir werden die Gletschergrotte besuchen und einen Wolf kennenlernen. Und natürlich ein leckeres Mittagessen geniessen!

Nun ist es also definitiv: Meine Gletscher-Lesung wurde vom 17. Januar auf den 25. April verschoben. Alle Angaben plus Anmeldung dazu findet Ihr gleich hier: Tagesreise „Wölfe – Die Reporterin in Engelberg“.

Ja, darauf FREUE ich mich nun. Denn auf irgendetwas müssen wir uns ja wieder freuen können. Ich bin längst nicht der einzige, dem Corona und all die Massnahmen aufs Gemüt schlägt. Bei allen positiven Gedanken – machen wir uns doch nichts vor: Die nächsten Wochen werden verdammt mühsam. Und ich hoffe einfach, dass unsere Entscheidungsträgerinnen und -träger endlich mal einen langfristigen Plan aufstellen. Es ist wirklich nicht die erste Seuche, nicht die erste Pandemie, die die Menschheit zu bewältigen hat. 

Und ich freue mich natürlich bereits auf den Herbst. Dann erscheint der dritte Teil der REPORTERIN. Das ist nämlich die häufigste Frage, die mir gestellt wird: Wann kommt die Fortsetzung? Also, Herbst 2021. Ich bin auf Kurs und schleife nun noch die letzten Szenen. Dann schicke ich mein Manuskript ins Lektorat.

Voilà, halten wir durch und machen das Beste draus.

(Foto: Engelberg-Titlis Tourismus)

3. Januar 2021: Autorenlesung auf Rädern

Dass man als Schriftsteller in einer Branchenzeitschrift für Bustouristik erwähnt wird, klingt erst mal absurd. Aber tatsächlich ist dies in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr passiert: Die Zeitschrift „busblickpunkt – Informationen für Busunternehmer“ erwähnte in einem längeren Artikel über Innovationen auch EUROBUS. Und die Idee, Kurzreisen mit einer Lesung anzubieten. Den Ausschnitt aus dem Artikel findet Ihr gleich hier: Autorenlesung auf Räder.

Nun, die geplante Wolfsreise vom 17. Januar muss wegen Corona wohl in den Frühling verschoben werden. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Lesungen im Bus, der die Gäste zu den Tatorten eines Buchs fährt, führe ich schon seit ein paar Jahren durch. Angefangen hat alles mit meinen ersten Büchern „Der Storykiller“ und „Die Boulevard-Ratten“.
Die Kombination Chauffeur und Schriftsteller kam gut an. Die Basler Verkehrs-Betriebe haben mich immer sehr unterstützt. Heute lese ich nicht mehr in einem BVB-Bus, sondern in einem Tram. Jeweils während den Basler Mobilitätstagen im Herbst.

Dafür lese ich im EUROBUS, was noch attraktiver und bequemer ist. Da gibt es auch Kaffee und Gipfeli. Und der Ausflug dauert nicht nur eine Stunde, sondern einen ganzen Tag. Ein Tag voller Attraktionen und Erlebnissen. Letztes Jahr waren wir Saanenland: Lesereise Alpsegen.

Gibt es einen besseren Ort für eine Lesung als der Bus? Während der Fahrt werden die Gäste bestens unterhalten und erleben dann die Geschichte vor Ort. So wird für alle diese Kurzreise zu einem einzigartigen Event.

Na dann: Ich freue mich auf die nächste Autorenlesung auf Rädern. JA, SIE WIRD STATTFINDEN. Und für 2022 sind wir auch schon am Planen. Das wird dann wohl mindestens eine Zweitagesreise. Ihr wisst ja: Ich schicke DIE REPORTERIN ins Engadin.

Viel Zuversicht und Freude wünsche ich Euch fürs neue Jahr!

27. Dezember 2020: Hoch hinaus

Zwei Bücher in einem Jahr! Irgendwie war das schon ein bisschen verrückt. Und das erst noch in diesem verrückten 2020.

Seid Ihr bereit fürs neue Jahr? Wir starten alle voller Hoffnung.

Selma und ich wollen hoch hinaus. Also Selma vor allem. Sie will nämlich auf den Piz Bernina, den König der Ostalpen. Es wird ein grosses und sehr dramatisches Abenteuer im Engadin. Was für ein wunderschönes Hochtal!
Und was passiert mit Selma und Marcel? Werden sie ein Paar? Wird Selma ihren schwedischen Vater, ihre Familie kennenlernen? Was meint ihre Mutter Charlotte dazu?

Jonas Haberer lässt Euch ganz herzlich grüssen. Es geht ihm nicht besonders gut. Nicht nur, weil seine Stammbeiz, die Ping Pong Bar in der Berner Matte, geschlossen hat. Auch dazu erfährt ihr im dritten Teil der REPORTERIN mehr. Denn auch Jonas wird natürlich wieder dabei sein. Und wie! PROST!

Liebe Freunde, Euch allen einen guten Jahreswechsel. Freuen wir uns auf 2021. Das Leben kommt von vorn!

Euer Philipp

20. Dezember 2020: Wer ist wer und wer ist wo?

Ich war im Zoo. Im Zolli, wie wir Basler sagen. Da habe ich diese kuschlige Truppe angetroffen. Es sind Wildhunde. Sie machen, wie ich finde, das einzig Richtige: Sie kuscheln sich aneinander und warten auf bessere Zeiten.

Wir Menschen sollten das in diesen Zeiten vielleicht auch mal ausprobieren. Uns mit unserem Rudel einfach in die Höhle zurückziehen und die Welt Welt sein lassen. Und uns nicht mehr fragen: Wen darf ich ausserhalb meines Rudels noch treffen? Wo bekomme ich am Sonntag ein Gipfeli? Und warum müssen Zoos schliessen, Skigebiete aber nicht?

Ihr wisst, worauf ich hinaus will? Nein? Ich auch nicht. Spielt aber keine Rolle. Planlosigkeit ist gerade sehr im Trend. Hauptsache, es werden im Stundentakt neue Massnahmen gegen das Virus ergriffen. Und dass jetzt geimpft wird. Was nun plötzlich nach Plan erfolgen soll. 

Nun gut. Ich will mich hier nicht als irgendwas aufspielen, ich habe einfach ein bisschen den Überblick verloren. Ich denke aber, dass ich da nicht alleine bin. Deshalb ging ich kurz vor dem Lockdown in den Zoo und habe Tiere beobachtet. Das tat unheimlich gut. Auch wenn ich jetzt Zookritiker bereits schreien höre. Da schreie ich zurück: Lebt ihr vegan? Fährt ihr weder Auto noch Zug, um den Wildtieren keine tödlichen Schranken zu setzen? Ihr spaziert und joggt nicht mal durch den Wald oder wandert oder skifahrt über unsere Berge?

So kurz vor Weihnachten ertappe ich mich, dass ich in meiner persönlichen Hilflosigkeit ein bisschen böse bin. Schauen wir also frohgemut nach vorne und machen es wie die Wildhunde: Ziehen wir uns zurück und lassen die Welt Welt sein.

Moment! Da ja in diesem Blog meine Schreibarbeit im Vordergrund stehen soll: Band 3 DER REPORTERIN ist geschrieben und von den Erstleser*innen für gut befunden worden. Jetzt geht es an den Feinschliff. Ich verrate Euch nur etwas: Es wird Selmas härtestes Abenteuer.

Fröhliche Weihnachten. Bleibt gesund.

Euer Philipp

13. Dezember 2020: In dunkler Zeit ...

Ja, wir leben tatsächlich in einer dunklen Zeit. Es ist Mitte Dezember. Und es herrscht Corona. Aber heute wollen wir nicht Trübsal blasen. Heute wollen wir das Licht feiern. Denn heute ist das Luciafest.

Selma feiert es natürlich. Meine Hauptfigur hat schliesslich schwedische Vorfahren. Und in Schweden ist das Lichterfest ein ganz grosser Anlass. Ich beschreibe ihn in meinem Buch «Wölfe». Kurz: Ein Mädchen verkörpert die heilige Lucia, trägt ein weisses Kleid und eine Krone mit brennenden Kerzen. Ihr folgen die Sternenjungen. Es wird gesungen und getanzt. Es gibt Safrangebäck und für die Erwachsenen natürlich Glögg, den schwedischen Glühwein.

Die Schweden feiern gerne. Wie alle Skandinavier. Deshalb ist es auch nicht ganz so wichtig, warum ausgerechnet die heilige Lucia gefeiert wird. Sie lebte nämlich ein sehr kurzes Leben in Italien am Ende des zweiten Jahrhunderts. Sie soll einige Wunder vollbracht haben und schliesslich ganz bestialisch getötet worden sein. Mit Schweden hatte sie nichts zu tun.

Aber: Der heiligen Lucia wird jeweils am 13. Dezember gedacht. Und am 13. Dezember war vor Einführung des gregorianischen Kalenders im Jahr 1752 der 13. Dezember der kürzeste Tag des Jahres. Wintersonnenwende. Eh voilà! Ein Freudentag im dunklen Norden. Denn ab da geht es ja wieder aufwärts mit der Sonne und dem Licht. Also wird gefeiert. Mit Lucia, der Leuchtenden, der geweihten Jungfrau und Märtyrerin.

Feiern wir heute – unter strengen Coronamassnahmen – doch ein wenig mit den Skandinaviern mit. Zünden Kerzen an, essen leckeres Gebäck und schlürfen süssen Glühwein.

Liebe Freunde. Ich gebe es ganz ehrlich zu: Die Welt da draussen beelendet mich gerade sehr. Ich fühle mich manchmal auch etwas verloren. Oft bin ich auch nur traurig. Und noch öfters habe ich das Gefühl, da läuft gerade ganz gewaltig etwas schief. Aber wenn ich Euch mit meinen Texten und Geschichten hin und wieder etwas Licht in diese Dunkelheit überbringen kann, dann bin ich froh, dankbar und demütig.

Einen lichtvollen Luciatag, das wünsche ich Euch von ganzem Herzen.

(Foto: Pixabay)

6. Dezember 2020: Piste gut, Kultur tot

Wie bitte? Piste gut, Kultur tot? Und zu diesem Titel zeige ich Euch ein romantisches Bild eines Schwedenhäuschens im Winter?

Man nennt diese Kombination eine Text/Bild-Schere und gilt als grober journalistischer Fehler. Ich mache diesen Fehler ganz bewusst, weil ich Euch nämlich etwas über die schwedische Weihnachtszeit erzählen will. Mich aber zuerst über unsere Politik abreagieren muss, die ebenfalls Text/Bild-Scheren produziert, bzw Absurditäten abliefert.

Ich wohne im Kanton Basel-Stadt. Direkt an der Grenze zum Kanton Baselland. Das ist toll. In Basel kann ich in keiner Beiz einen Kaffee trinken. Mache ich aber ein paar Schritte, dann kann ich das. Weil ich dann im Kanton Baselland bin und dort die Beizen offen haben.

Im Stadttheater Basel reiht sich gerade Premiere an Premiere. Die Grosse Bühne hat laut Theater-Webseite ca 860 Plätze. 15 dürfen genutzt werden. Wegen Corona.

Ich hätte eine Lesung gehabt. Abgesagt. Wegen Corona.

Nun gehe ich eben Skifahren. Obwohl ich nach einer Abfahrt ausgepowert an der Talstation ankomme, mich sofort keuchend und verschwitzt in die nächste Gondel stürze und die Schutzmaske vollsabbere – Beschränkungen gibt es da ja praktisch keine …

ACHTUNG: Ich nehme Corona sehr ernst und finde viele Massnahmen absolut korrekt. Politische und wirtschaftliche Machtspiele nerven mich dagegen ungeheuerlich.

So. Abreagiert. Heute ist Nikolaustag. Nigginäggi, wie wir in Basel sagen. Und nächsten Sonntag ist das Luciafest. Dies wird in Schweden gefeiert. Wie es gefeiert wird, steht in meinem Buch „Wölfe“. Und ich erzähle es Euch am nächsten Sonntag.

Passt auf Euch auf!

(Foto: Pixabay)

 

29. November 2020: Eis-Lesung

Eine Lesung im ewigen Eis? Bitte was? Da erfrieren wir ja!
Wenn ich in meinem neusten Werk „Wölfe“ meine Heldin Selma schon in eine Gletscherspalte fallen lasse, sollen auch meine Leser*innen etwas davon haben. Deshalb entführe ich Euch am 17. Januar in die Gletschergrotte auf dem Titlis (Foto).
Natürlich wird das eine ganz kurze Lesung. Wir wollen ja nicht bibbern …

Das wird ein toller Tag, ein tolles Abenteuer. Wir machen keine Wanderung, nur einen kleinen Spaziergang im Schnee und im Gletscher, wir besuchen die Tatorte, an denen mein neustes Buch spielt, wir sehen das Wolfsgebiet und – EINEN WOLF! Also einer aus meinem Buchtrailer. Blasko heisst er und ist der grössere der beiden Wölfe. 

Das Detailprogramm, weitere Infos und die Anmeldung findet Ihr gleich hier: EUROBUS – WÖLFE.

Wegen Corona: Sowohl bei EUROBUS wie auch bei den Titlis-Bahnen gibt es Schutzkonzepte. 

In den Bus einsteigen kann man in Basel, Pratteln, Windisch und Zürich. Ich freue mich!

Exklusive Lesungen sind ein bisschen mein Markenzeichen geworden. Alles angefangen hat es mit der Idee, mit Leser*innen von Grindelwald aufs Faulhorn zu wandern. Dort oben spielte nämlich mein erstes Buch „Der Storykiller“. Das war ein voller Erfolg. Auch meine Bus-Lesungen waren sehr beliebt. Mittlerweile sind es Tram-Lesungen. Für EUROBUS war ich zudem auf Literatur-Reisen in Schweden und England. Als Chauffeur und Reiseleiter.
Im letzten Sommer spazierten wir dann auf die Alp. Und nun also steigen wir in den Gletscher und begegnen dem lieben Wolf. Das wird ein Spass!

Die Lese-Ausflüge veranstalte ich zusammen mit EUROBUS. Dadurch werden diese Events natürlich sehr viel professioneller organisiert. Und bereits die Fahrt wird zum Erlebnis: Im modernen Reisebus gibt es nicht nur Kaffee und Gipfeli, sondern auch reichlich Unterhaltung. Ich garantiere Euch aber auch: Auf der Heimreise dürft Ihr friedlich schlummern …

NOCH EIN WICHTIGER HINWEIS: Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Falls es schneit – perfekt! Dann können wir schon mal alle für die nächste Action-Lesung trainieren. Das dritte Abenteuer von Selma spielt nämlich … mir läuft es grad kalt den Rücken hinunter.

Voilà. Ich freue mich auf Euch, auf Selma, auf den Wolf, auf die Berge, den Gletscher – ganz einfach auf einen tollen 17. Januar.

Erster Advent, meine Lieben. Wir zünden eine Kerze an, sind dankbar und auch ein bisschen demütig und geniessen die Adventszeit dieses Jahr ein bisschen anders. Bleibt gesund.

(Foto: Engelberg-Titlis-Tourismus)

22. November 2020: Interview an Interview

Huch, ständig diese Interviews! Keine Angst, ich hebe nicht ab. Obwohl ich mit drei grossen Interviews in einer Woche eine ordentliche Medienpräsenz aufweisen kann. Nämlich bei telebasel, bei Basel unterwegs und Die Botschaft.

TV, online und Print. Was für eine tolle Erfahrung! Und wenn ich schaue, welche Reaktionen ich auf die Interviews bekomme, dann staune ich, wie fleissig all diese Medien konsumiert werden. Ja, auch die gute alte, gedruckte Zeitung!

Glaubt man den Medienexperten, ist Print so gut wie tot. Und auch mit dem linearen Fernsehen geht es zu Ende. Online übernimmt.

Der Trend mag stimmen. Trotzdem haben alle drei Medienformen ihre Berechtigung und finden ihre Konsument*innen.
Was mir anhand der Reaktionen auffällt: Der Mix TV/Online oder Print/Online erreicht extrem viele Menschen.

Wie andere TV-Stationen setzt telebasel alles auf diesen Mix: Online ausbauen, das lineare Fernsehen aber nicht allzu sehr schwächen. Der Talk mit Moderatorin Karin Müller (Bild) war für mich extrem wichtig. Und vor allem auch die Einspielung meines Buchtrailers. Hier kommt nämlich die Verlinkung hinzu: Bei telebasel-online kann man nicht nur den Talk schauen, sondern auch die Buchtrailer in voller Länge geniessen.

Da steht geschrieben: „Für seine Romane wirbt Probst mit Trailern im Breitbild-Stil von TV-Serien“. Und: „Selmas Abenteuer «Wölfe» und «Alpsegen» lässt er mit zwei Trailern mit wuchtigem Sound im Blockbuster-Stil bewerben.“

Liebe Freunde, ich bin jetzt schon ein bisschen stolz.
Geniesst die letzte Novemberwoche!

15. November 2020: Buchpreise und ich ...

So nah dran war ich noch nie an einem Buchpreis. Ihr seht es auf diesem Ausschnitt aus der Schweizer Illustrierten: Meine Wölfe direkt neben dem Buch der Buchpreisgewinnerin …

Lustiger Zufall. Aber ich fühle mich natürlich geehrt. Und gratuliere der jungen Autorin für ihren tollen Erfolg. Sie scheint eine Literatin zu sein. Die Buchpreis-Jury schreibt: «Anna Stern hat einem der ältesten Themen der Literatur eine völlig neue Form und unerhörte Töne abgewonnen. «das aller hier, jetzt.» handelt vom Tod eines geliebten Menschen, und die Autorin erzählt mit grosser experimenteller Kraft und zugleich mit hoher sinnlicher Intensität.»

Nun, Preise für sein Schaffen zu gewinnen, ist natürlich immer schön. Aber ganz ehrlich, dieses Feedback, das ich letzte Woche erhalten habe, ist mindestens so toll wie ein Preis. Ein Mann meinte: «Von meiner Frau habe ich leider nichts mehr, sie liest nur noch die Probst-Bücher.»

Nun kurz zum geschäftlichen Teil: Die Gewinnerin des Schweizer Buchpreises erhält 30 000 Franken. Und: Der Verkauf wird ordentlich angekurbelt, auch wenn die Medien mittlerweile nicht mehr sehr gross darüber berichten. Aber viele Leserinnen und Leser möchten natürlich wissen, was da für ein Werk ausgezeichnet worden ist.

Dazu kommt: Das Buch darf den Kleber «Schweizer Buchpreis» tragen. So, jetzt kommt’s: Ihr braucht für Tante Klara noch ein Geschenk zu Weihnachten. Hmm? Was macht Tante Klara denn gern? Aha. Sie liest. Aber was? Keine Ahnung, schliesslich kennt Ihr Tante Klara nicht wirklich, aber ihre Kuchen sind toll. Ihr marschiert also in die Buchhandlung und wollt für Tante Klara ein Backbuch kaufen. Aber dann kommt Euch der Gedanke: Wenn ich Tante Klara ein Backbuch schenke, könnte sie dies vielleicht missverstehen. Sie könnte denken, dass ich denke, sie könne gar nicht so toll backen und sollte es mal richtig lernen.

Eure Not ist gross. Da aber Tante Klara gerne liest, mag sie sicher auch Romane. Bloss was für welche? Liebesromane? Krimis? Dramas? Eure Not wird noch grösser und die Zeit rennt. Da entdeckt Ihr den Kleber «Schweizer Buchpreis». Eh voilà. Damit könnt Ihr sicher nicht falsch liegen, denn dieses Werk ist geprüft und ausgezeichnet. Und Ihr könnt davon ausgehen, dass Tante Klara mit dem Buch keine bleibenden Schäden davontragen wird, da in diesem Werk weder Blutorgien noch die Fäkalsprache zelebriert wird. Und wenn: Dann ist es Literatur. Das wird auch Tante Klara kapieren. Und Ihr könnt Euch auf die nächste Einladung zu Kaffee und Kuchen freuen.

Übrigens: In meinen neuen Büchern «Alpsegen» und «Wölfe» finden ebenfalls keine Blutorgien statt. Und auch die Fäkalsprache ist tabu. Ihr könnt also auch meine Bücher Tante Klara zu Weihnachten schenken. Sie spielen an Orten, die Tante Klara sicher kennt und liebt. Die Heldin ist gebildet und hat gute Umgangsformen. Und die Bücher sehen auch noch gut aus …

Bleibt lustig!

8. November 2020: Hoch hinauf

Das ist der Piz Bernina. Der König der Ostalpen. Markant: der weisse Firngrat, der Biancograt, die Himmelsleiter.

Da bin ich schon mehrfach hinaufgekraxelt. Würdet Ihr mir gar nicht zutrauen, was?

Wie recht Ihr doch habt: Ich besteige den Piz Bernina nur in meinen Gedanken. Dies dafür ziemlich intensiv. Denn ich bin an der Überarbeitung meines neuen Manuskriptes: DIE REPORTERIN Teil 3.

Die ersten Erstleser*innen haben das Buch bereits gelesen. Und mir Feedback gegeben (Ihr könnt Euch ja vorstellen, wie sehr ich wieder gezittert habe). Also: Selmas drittes Abenteuer im Engadin rund um den Piz Bernina kommt ausgezeichnet an!

Ich atme durch und freue mich riesig. ABER: Es gibt viel zu tun. Denn die Erstleser*innen sagen schliesslich nicht nur, was gut ist, sondern auch, was nicht so toll ist. Wo hakt die Story? Wie werden die Figuren dargestellt? Stimmt der zeitliche Ablauf? Undsoweiter.

Für mich ist das ein sehr spannender Prozess. Was mir auffällt: Meine Leser*innen haben sehr klare Vorstellungen von meinen Figuren. Ich muss also aufpassen, dass ich Selma und ihre Entourage nicht verbiege oder ihre Charakterzüge allzu sehr verändere. Aber auch, dass ich sie weiterentwickle. Denn Figuren, die immer gleich bleiben, werden irgendwann ziemlich langweilig. Finde ich zumindest.

Deshalb habe ich nicht nur Freude an Selma, sondern auch an der Lieblingsfigur aus meiner Thrillerreihe: Jonas Haberer. Ich verrate Euch jetzt schon: Im dritten Teil hat er einige kleine, aber sackstarke Auftritte. Und kommt zum Schluss … nein, das verrate ich Euch natürlich nicht. Klack-klack-klack.

Geniesst die stürmischen und schönen Novembertage!

1. November 2020: Businessplan "Freude"

Zuerst malen wir mal schwarz. Rabenschwarz. Corona würgt uns alle. Kulturschaffende ganz besonders. Also auch Autorinnen und Autoren. Lesungen? Tsss. Die kann man vergessen. Und wer plant in diesen Tagen schon längerfristig? Eben. Bleibt der Buchverkauf.

Gehen die Bücher in der Weihnachtszeit nicht über den Ladentisch, verstauben sie bis zu ihrer Entsorgung in einer Toilettenpapierfabrik irgendwo in einer Ecke. Menschen kaufen zudem Bücher gerne im Laden. Weil Bücher eben Bücher sind. Schmöker, blätter, schnüffel undsoweiter. Hoffen wir also, dass die Läden offen bleiben und auch von Kundinnen und Kunden fleissig besucht werden.

Online ist gut. Online ist toll. Aber da profitieren meist nur die ganz Grossen der Branche. Denn die Kleinen fallen leider oft durch die Algorithmen des Internets.

Nun könnte ich jammern. Und Ihr würdet mich sicher auch verstehen. Aber ich jammere nicht. Denn ich habe eine so schöne Woche hinter mir, dass es mir einfach nicht danach ist. Ich habe nämlich viele tolle Komplimente für mein neustes Werk «Wölfe» erhalten, dass es mir tatsächlich ein bisschen unheimlich ist. Aber ganz ehrlich, ich geniesse das auch. Zudem durfte ich zwei Interviews geben, die ich auf meiner Webseite aufschalten werde, sobald sie erscheinen bzw gesendet werden. Und: ich habe schon vor Wochen und Monaten sehr viel Aufwand für meine Buchtrailer und meine Podcasts betrieben (den neusten Podcast findet Ihr hier). Diese ersetzen die Lesungen zwar nicht ganz, aber sie kommen beim Publikum toll an. Auch dafür durfte ich schöne Feedbacks entgegennehmen. Und noch etwas: Die Bücher sind vom orte-Verlag (gehört zum Verlagshaus Schwellbrunn) handwerklich einfach toll gemacht. Ein echter Schweizer Verlag notabene!

Und all das macht mir neben dem Schreiben einfach Freude.

Ja, mein persönlicher Businessplan ist Freude.

Nun könnte ich philosophisch werden. Will ich aber nicht. Oder doch? Wenn Menschen an dem, was ich kreiere, Freude haben, habe auch ich Freude. Und darf stolz sein. Eh voilà. Deshalb schreibe ich.

Und jetzt kommen wir noch zur Kohle. KAUFT MEINE BÜCHER! VERSCHENKT SIE! EMPFIEHLT SIE WEITER!

Ja, gerne, macht das. Aber nur – ABER NUR – wenn Ihr sie auch gut findet.

In diesem Sinn wünsche ich Euch: VIEL FREUDE!

PS: Das Foto entstand übrigens auf dem Titlis zu den Dreharbeiten „Wölfe“.

24. Oktober 2020: Die Doppel-Buchtaufe

Endlich hat sie stattgefunden: Die Doppel-Buchtaufe für die ersten beiden Bände meiner Buchserie DIE REPORTERIN.

Trotz der verschärften Corona-Situation war die Buchhandlung Orell Füssli in Basel gut besucht. Eigentlich wäre die Vernissage vom 19. Oktober ausgebucht gewesen. Dass wegen Corona dann doch nicht alle gekommen sind, ist absolut verständlich.

Der Anlass war ein voller Erfolg. Roger Fuchs vom Verlagshaus Schwellbrunn hat mit mir ein Interview geführt und dies als Video festgehalten. Hier ist es: Doppel-Buchtaufe.

Ich habe dann meine beiden Buch-Trailer gezeigt und sowohl aus „Alpsegen“ als auch aus „Wölfe“ einige Passagen vorgelesen. Und schliesslich mit grosser Freude sehr viele Bücher signieren dürfen.

Danke an Roger Fuchs. Ein grosser Dank auch an Christoph Wyder, dem Filialleiter.

Toll war auch, dass ich zwei Buchhändler-Kolleginnen getroffen habe: Mit Christine Wäckerli und Judith Wilde habe ich vor rund 35 Jahren bei der Buchhandlung W. Jäggi AG gearbeitet. Sie waren bereits ausgebildete Buchhändlerinnen, ich der Volontär. Während ich danach über den Journalismus zur Schriftstellerei und zum Busfahren gefunden habe, blieben sie dem Buchhandel treu. Und auch der Firma: Die Buchhandlung Jäggi ging in all den Jahren erst zu Thalia, später zu Orell Füssli über.

Ein ganz grosser Dank natürlich auch an alle Gäste: Schön, dass Ihr dabei gewesen seid.

 

18. Oktober 2020: Digital ist nicht so phänomenal

Corona ist wieder überall präsent. Hoffen wir, dass wir alle zusammen die Lage in den Griff bekommen.

Ja, alle zusammen. Und da wird es schon schwierig in unserer individualisierten Gesellschaft. Jeder schaut nur für sich!

Ist das so? Mag sein, dass dies in vielen Bereichen zutrifft. Aber die Coronakrise zeigt auch: So individualisiert ist unsere Gesellschaft gar nicht. Sie hockt auch nicht den ganzen Tag am Computer oder starrt nur noch ins Handy. Nein, im Gegenteil: Dass das Virus sich wieder dermassen stark ausbreitet, liegt eben daran, dass sich die Menschen treffen und zusammen etwas unternehmen.

Die so viel gelobte Digitalisierung wird seine Grenzen haben, denn so phänomenal ist sie gar nicht. Menschen haben das Bedürfnis, sich real zu sehen, zu hören und zu riechen. Und im ganz realen Leben etwas gemeinsam zu ERLEBEN.

In Basel sind am nächsten Wochenende Wahlen. Gestern Samstag standen Kandidat*innen auf den Strassen, haben das Gespräch gesucht und Flyer verteilt. Und auch in den Briefkästen liegt viel Wahlpropaganda. Zum Glück: Nie im Leben hätte ich das Zeugs im Internet gesucht. Selbst wenn ich per Mail einen Newsletter erhalten hätte, hätte ich ihn nicht geöffnet. Doch so ein gut gemachter Flyer schaue ich mir gerne an.

Genauso geht es mir und sicherlich vielen anderen Menschen mit Infobroschüren oder Gebrauchsanweisungen. Zum Glück gibt es die bei manchen Produkten noch. Alles immer erst digital aus dem Netz zu fischen empfinde ich als mühsam.

Der Buchmarkt ist ebenfalls ein Beispiel dafür, dass die Digitalisierung nicht überall funktioniert und alles platt macht: Bücher werden als Bücher gekauft. Seit Jahren. Nur 8 bis 10 Prozent der Leser*innen kaufen Bücher als eBook (2018, Quelle sbvv).

In diesem Sinn wünsche ich Euch allen eine ERLEBNISREICHE Woche. Bleibt gesund.

(Foto: Pixabay)

11. Oktober 2020: Digitale Buchmesse

Vor 9 Jahren war ich zum letzten Mal an der Frankfurter Buchmesse. Und mein Erstlingswerk „Der Storykiller“ war tatsächlich ausgestellt, an einem Gemeinschaftsstand der Schweizer Verleger.

Wegen Corona findet die Buchmesse dieses Jahr (14. bis 18. Oktober) digital statt. Man kann sich einloggen und an einer Vielzahl von Veranstaltungen teilnehmen.
Dass eine virtuelle Messe stattfindet, ist für das Fachpublikum natürlich wichtig, schliesslich befindet sich die ganze Branche in einer Krise. Und: Die Frankfurter Buchmesse ist einer der wichtigsten Kulturanlässe der Welt.

Für ein breites Publikum ist eine virtuelle Messe natürlich weniger spannend. Aus meiner Sicht kann auch der beste Onlineshop einen stationären Buchladen nicht ersetzen. Denn Bücher muss man doch anfassen und beschnuppern können. Oder nicht? So ein Buchladen ist eine einzigartige Erlebniswelt. Man entdeckt beim Stöbern so viele spannende Dinge. Wunderbar!

Am 19. Oktober ist meine Doppel-Buchtaufe in Basel. Der Anlass ist mittlerweile ausgebucht. Sorgen bereiten mir die explodierenden Corona-Zahlen. Die Situation war im Frühling ganz ähnlich – und dann wurde die „Alpsegen“-Vernissage abgesagt. Und die Läden mussten schliessen …

Im Moment deutet nichts auf solch strenge Massnahmen hin. Zuversicht ist angesagt. Ich freue mich sehr auf den Anlass – auch wenn das vermaledeite Virus einfach immer ein bisschen mitschwingt.

Meine virtuellen Lesungen findet Ihr übrigens hier: Podcasts DIE REPORTERIN. Sie werden laufend ergänzt.

Mein erstes Buch „Der Storykiller“ ist übrigens ausverkauft. Ich konnte mir noch einige Exemplare sichern. Wer also Interesse am Buch hat, muss es bei mir bestellen.

Wünsche Euch allen eine gute Woche. Bleibt gesund!